Der Schlackenberg in Sulzbach-Rosenberg

In Sulzbach-Rosenberg wurde, seit die Maxhütte im Jahr 1863 hier gegründet worden war, ein bedeutendes Kapitel deutscher Industriegeschichte geschrieben. Grundlage waren die reichen Eisenerzvorkommen, die durch ihren hohen Eisengehalt zu den wertvollsten in Deutschland zählten. Dies war schon im 14. Jahrhundert bekannt. Daher wird die Oberpfalz auch als "Ruhrgebiet des Mittelalters" bezeichnet.

Von 1893 bis zum Betriebsende der Maxhütte wurden die Produktionsrückstände auf den sogenannten "Schlackenberg" transportiert und dort abgelagert. Anfangs geschah dies über ein Schmalspurgleissystem, später durch speziell dafür ausgerüstete LKWs.

Im Jahr 1965 erreichte die Maxhütte mit 9371 Mitarbeitern ihren höchsten Personalstand, musste aber dann aufgrund der nicht mehr zu bewältigenden schlechten wirtschaftlichen Situation am 24. September 2002 die Produktion einstellen.

Nach dem Aus für die Maxhütte übernahm der Freistaat Bayern die rechtliche und fachliche Verantwortung für den Schlackenberg. Stellvertretend führte die Regierung der Oberpfalz von 2005 bis 2012 die dringend notwendige Sanierung der ehemaligen Reststoffdeponie der Maxhütte durch. Erforderlich wurde dies wegen der vor Ort zu beobachtenden Staubverwehungen, den durch die Deponie hervorgerufenen Grundwasserbelastungen im nahen Umfeld, den ölhaltigen Schlammteichen sowie den in einigen Deponiebereichen offensichtlichen Standsicherheitsproblemen.

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