Torflohe und Pfrentschwiese

Karte: Torflohe und Pfrentschwiese

Größe: 173 ha
NSG-Nr.: 300.36

Das Naturschutzgebiet liegt nordöstlich von Eslarn an der tschechischen Grenze und beinhaltet ein größeres Gebiet von feuchten Wiesen und angrenzendem Wald. Im 14. Jahrhundert wurde der Katharinenbach, ein Quellbach der Pfreimd, angestaut und somit ein 450 ha großer Weiher angelegt. Nach dessen Auflassung im 19. Jahrhundert wurden durch Entwässerungsmaßnahmen die Voraussetzungen für land- und forstwirtschaftliche Nutzung geschaffen. In den 1980er Jahren wurde das Gebiet dann unter Schutz gestellt und durch gezielte Maßnahmen wie zum Beispiel Grabeneinstau umgestaltet. Mittlerweile haben dich die Bedingungen des Lebensraumes verbessert und Wiesen und Wälder können sich naturnah entwickeln. Mädesüß-Hochstaudenfluren, Borstgraswiesen. Übergangsmoorbereiche und Bruchwaldausbildungen sind Teil der vielfältigen Landschaft geworden. Viele zum Teil störungsempfindliche Arten konnten bereits nachgewiesen werden und reichen über Vogelarten wie Bekassine, Neuntöter oder Braunkehlchen sowie eine große Anzahl an Libellen, Faltern und Käfern hinaus. Zusammen mit dem ebenfalls geschützten Gebiet auf tschechischer Seite ist das Naturschutzgebiet von besonderer Bedeutung für den Naturschutz.

Begehbarkeit: Aufgrund störungsempfindlicher Arten sowie der Einsinkungsgefahr ist es verboten, das Gebiet zu betreten. Im Westen führt ein Weg entlang des Naturschutzgebietes, der genutzt werden kann.