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Schwerpunkte in der Oberpfalz


Die Sanierung und Stärkung der Innenstädte und Ortszentren ist ein Schwerpunkt der Städtebauförderung. Sie kann nur gelingen, wenn vitale und attraktive Nutzungen in diesen Bereichen gesichert werden. Gefördert wird deshalb die Erhaltung und Modernisierung vorhandener, sowie die Schaffung neuer Wohnungen im Bestand. Maßnahmen zur Verbesserung der Standortbedingungen für Kultur, Handel und Gewerbe werden gefördert, um die Funktionsfähigkeit der Zentren zu stärken.

Ein wichtiger Teilaspekt der Sanierung ist die Aufwertung des Wohnumfeldes und die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse mit einer ausgewogenen Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. Damit Straßen und Plätze diesen Funktionen gerecht werden, kann eine Neuordnung des öffentlichen Raumes gefördert werden.

Wertvolle Siedlungs-, Bau- und Landschaftsstrukturen prägen unser kulturelles Erbe. Den hohen Kostenaufwand für die Erhaltung und Modernisierung können die jeweiligen Eigentümer häufig nicht alleine tragen. Wenn dabei auch städtebauliche Ziele gesichert werden, ist der Einsatz von Städtebauförderungsmitteln im Rahmen einer gesamten Ortssanierung oder eines Einzelvorhabens auch für die Sanierung von Privathäusern möglich.

Um eine ganzheitliche Entwicklung zu erreichen ist die Kommune auch auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen. Kooperationen öffentlicher und privater Akteure unterstützen die städtebauliche Erneuerung.

Einen weiteren Handlungsschwerpunkt bildet der Stadtumbau. Riesige Militärflächen ohne Zukunft, gewerbliche Brachflächen in besten Innenstadtlagen und Leerstände belasten viele Städte und Gemeinden in der Oberpfalz. Die sichtbaren Zeichen in der demografischen Entwicklung und des wirtschaftlichen Wandels, wie zurückgehende Einwohner- und Beschäftigtenzahlen erfordern strategische Allianzen um die Attraktivität der bayerischen Kommunen zu sichern. In diesen von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten betroffenen Gebieten soll die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen dazu beitragen insbesondere Brachflächen des Militärs des Militärs sowie des Gewerbes und der Industrie als auch im Wohnungsbestand einer neuen Nutzung zuzuführen.

Ein Großteil der Oberpfalz ist dem ländlichen Raum zuzuordnen. Vor allem kleinere Städte und Gemeinden in dünn besiedelten ländlich geprägten Räumen, sind von dem strukturbedingten starken Einwohnerrückgang und Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur betroffen. Ziel ist es daher durch Kooperation und stärkere Bündelung der Kräfte mit Nachbargemeinden die betroffenen Orte als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig zu machen und ihre zentralörtliche Versorgungsfunktion dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau für die Bevölkerung der gesamten Region zu sichern und zu stärken.

Auch in der Oberpfalz gibt es Quartiere mit einer Konzentration sozialer Probleme, mit hohen Arbeitslosenzahlen, mit einem großen Anteil kaum integrierter Bevölkerungsgruppen, also Stadt- und Ortsteile mit einem besonderen Entwicklungsbedarf. Die "Soziale Stadt" bildet einen weiteren Handlungsschwerpunkt der städtebaulichen Erneuerung. Gemeinsam mit den Bewohnern entwickelte maßgeschneiderte Konzepte sollen weiteres Absinken dieser Quartiere verhindern und eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung einleiten.

Zu den übergreifenden Handlungsfeldern der Städtebauförderung gehören insbesondere der Erhalt und die Schaffung von Wohnraum, die Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung, die Belange der Ökologie und der Denkmalpflege, die Interessen von Kultur und Kunst, Bildung und Sozialem sowie Aspekte der Gleichstellung in allen Lebensbereichen. Im Bereich der Ökologie zählt die energetische Stadterneuerung derzeit zu den wichtigsten Querschnittaufgaben, da die größte Herausforderung und das höchste Einsparpotential im Gebäudebestand liegt. Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien werden zukünftig zu zentralen Elementen der städtebaulichen Erneuerung.

In allen Handlungsschwerpunkten ist es wichtig eine nachhaltige städtebauliche Erneuerung auf Basis einer abgestimmten kommunalen Gesamtentwicklungsstrategie einzuleiten und durchzuführen. Geeignete Instrumente sind hierfür u.a. die Erarbeitung integrierter Handlungskonzepte und Städtebaulicher (Einzelhandels-)Entwicklungskonzepte.

Zu den Schwerpunkten der städtebaulichen Erneuerung und Städtebauförderung in Bayern siehe:
Internetangebot der Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

Beispiel:

Wettbewerbsergebnis Ortskernentwicklung Schierling: Die Innenstadt soll mit der Entwicklung von Dienstleistung und Einkaufsmöglichkeiten auf einer zentrumsnahen Brache als attraktiver Standort gestärkt werden.

 

 
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