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Luftschadstoffe

Ozon

Ozon (O3)

wird in den bodennahen Luftschichten (Troposphäre) in einem komplexen Prozess unter Einwirkung von Sonnenlicht aus Luftschadstoffen gebildet. Infolge intensiver Sonneneinstrahlung treten in den Sommermonaten auch in der Oberpfalz erhöhte Ozonkonzentrationen auf. In Gebieten mit höheren Luftschadstoffgehalten findet insbesondere in den Nachtstunden ein Abbau des Ozons durch Reaktionen mit den anderen Luftschadstoffen statt, während in ländlichen Gebieten die Ozonkonzentration weitgehend erhalten bleibt. Daher werden anders als bei den Stickoxiden die höchsten Werte der Oberpfalz in Tiefenbach gemessen.

Als Beurteilungskriterium für die Ozonkonzentration kann der vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) vorgeschlagene Richtwert von 0,120 mg/m3 als ½-Stunden Mittelwert herangezogen werden, der nach Auffassung der VDI-Arbeitsgruppe nachteilige gesundheitliche Wirkungen sicher ausschließt. Personen, die erfahrungsgemäß empfindlich gegenüber erhöhten Ozonkonzentrationen reagieren, sollten bei Werten über 0,180 mg/m3 ungewohnte körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. 0,240 mg/m3 ist die Auslöseschwelle für ein Fahrverbot.

Feinstaub

Feinstaub (PM10)

Staubpartikel sind unterschiedlicher Herkunft, haben sehr verschiedene Korngrößen und bestehen aus einer Vielzahl von Stoffen. Feinstaub besteht überwiegend aus Partikeln mit Korngrößen < 10 µm. Dieselabgase beinhalten einen großen Teil Feinstäube in Form von Rußpartikeln.

Während Staubpartikel mit mehr als 10 µm Durchmesser nur den Nasen-Rachenraum erreichen, gelangen Partikel mit der Größe < 10 µm bis in die mittleren und tiefen Atemwegsabschnitte. Die gesundheitsschädigende Wirkung geht dann auch von Schadstoffen, wie Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen aus, die an die Partikel angelagert sind und sich in der Lunge ablösen. Besonders empfindlich auf die Feinstäube reagieren Herz-Kreislauf-Kranke mit Asthma oder Lungenleiden, Kinder und alte Menschen. Tierversuche haben ergeben, dass die toxische Wirkung von dem Anteil der kleinsten Partikel in der Staubdosis abhängt. Was die Verweilzeit und die Verteilung in der Luft betrifft, verhält sich Feinstaub ähnlich wie ein Gas.

Seit Januar 2005 darf ein Tagesmittelwert von 50 µg/m3 im Kalenderjahr nur noch 35 mal überschritten werden, der zulässige Jahresmittelwert liegt bei 40 µg/m3.

Stickstoffoxide

Stickstoffoxide (NOx)

werden überwiegend durch Energieerzeugung, Verkehr, Industrie und Hausbrand emittiert. Die Immissionswerte liegen seit 1994 auf einem ähnlich hohen Niveau. Maßnahmen, die zu einer Reduzierung der Stickstoffoxidemissionen geführt haben, wie der Abgaskatalysator, wurden durch das erhöhte Verkehrsaufkommen und den steigenden Anteil von Diesel-Pkw am Kfz-Bestand wieder wettgemacht.

Bei der Verbrennung entsteht zunächst vorwiegend Stickstoffmonoxid (NO), das in der Atmosphäre rasch zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert wird. Zusammen mit den Kohlenwasserstoffen stellen die Stickstoffoxide die Vorläufer für photochemische Oxidantien (Ozonbildung) dar. Durch ihre weitere Umwandlung zu Salpetersäure tragen sie zur Versauerung bei. Die Überdüngung der Wälder und anderer empfindlicher Ökosysteme geht maßgeblich auf das Konto der Stickstoffoxide und anderer Stickstoffverbindungen, wie Ammoniak.

Das Reizgas Stickstoffdioxid kann aufgrund seiner Löslichkeit bzw. Reaktion mit Wasser schon bei niedrigen Konzentrationen und normaler Atmung die Schleimhäute des Atemtraktes angreifen.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2)

st ein farbloses, leicht wasserlösliches, stechend riechendes Gas, das bei der Verbrennung fossiler schwefelhaltiger Energieträger, wie Kohle und Öl, entsteht. Außerdem wird Schwefeldioxid bei verschiedenen industriellen Prozessen sowie bei der Erdölverarbeitung emittiert. Schwefeldioxid verursacht maßgeblich den sauren Regen und die damit zusammenhängenden Einwirkungen auf Pflanzen, Bauwerke, Boden und Gewässer. Als saures Reizgas wirkt es beim Menschen vorwiegend auf die Schleimhäute der Atemwege und der Augen. Die Wirkung kann verstärkt werden, wenn das Gas an den Staubteilchen der Luft aufoxidiert und zu Schwefelsäure umgesetzt wird.

Zur Überwachung der lufthygienischen Situation in Bayern betreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt eine Reihe vollautomatischer Messstationen (LÜB). Die Messergebnisse dieser Stationen können jederzeit im Internet abgerufen werden (http://www.lfu.bayern.de/luft/index.htm).



Stand: November 2013

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