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Raumordnungsverfahren für das Vorhaben "Ostbayernring - Ersatzneubau 380-kV-Leitung Redwitz - Schwandorf" der Tennet TSO GmbH


Abschluss des Raumordnungsverfahrens (16.11.2016)

Die Regierung der Oberpfalz hat am 16.11.2016 das Raumordnungsverfahren für den Ausbau der bestehenden Höchstspannungsfreileitung Ostbayernring zwischen dem oberfränkischen Redwitz und Schwandorf abgeschlossen.

Die Firma Tennet TSO GmbH, Bayreuth, plant die rd. 185 km lange 380-/220-kV-Bestandsleitung (Ostbayernring) zu einer 380-kV-Leitung auszubauen, um deren Übertragungskapazität deutlich zu erhöhen. Das Vorhaben dient der Sicherstellung der Versorgung Ost- und Nordostbayerns und ist im Netzentwicklungsplan Strom dokumentiert, von der Bundesnetzagentur bestätigt und als Vorhaben Nr. 18 Teil des Bundesbedarfsplangesetzes. Der Ersatzneubau ist notwendig, nachdem eine Erhöhung der Transportkapazitäten durch Optimierungsmaßnahmen nicht möglich ist, da die vorhandenen Mastkonstruktionen eine Aufrüstung mit erhöhter Beseilung aus statischen Gründen nicht zulassen.
Für eine Erdverkabelung besteht zum derzeitigen Zeitpunkt keine gesetzliche Grundlage. Die Planung ist überwiegend als Ersatzneubau parallel zur Bestandsleitung konzipiert, umfasst jedoch in mehreren Teilräumen auch verschiedene alternative Trassenvarianten.

Die Regierung der Oberpfalz hat das Vorhaben als federführende höhere Landesplanungsbehörde - im Benehmen mit der für die Beurteilung des Leitungsverlaufs in Oberfranken zuständigen Regierung von Oberfranken - landesplanerisch überprüft. Im Ergebnis wurde das Vorhaben als raumverträglich beurteilt - wobei die Zustimmung an eine Reihe von Maßgaben bzw. Auflagen zur Erhöhung der Verträglichkeit der Planung geknüpft wurde.

In Abschnitten mit mehreren Trassenvarianten wurde meist nur eine Variante für raumverträglich erklärt. In der Folge wurden in der Oberpfalz in den Räumen Schwandorf, Wernberg-Köblitz, Luhe-Wildenau und Windischeschenbach mehrere Trassenvarianten negativ beurteilt. In Oberfranken entsprachen in den Bereichen Marktredwitz, Hebanz, Kirchenlamitz, Weißdorf, Maxreuth, Neuensorg/Traindorf, Maierhof sowie Lehenthal einzelne Varianten nicht den Erfordernissen der Raumordnung.

Zur Optimierung der positiv beurteilten Varianten enthält die landesplanerische Beurteilung eine Reihe zu beachtender Maßgaben. So muss die geplante Trasse bei zahlreichen Ortslagen weiter von bestehenden Wohngebieten abgerückt werden, um einen noch besseren Wohnumfeldschutz zu gewährleisten.

Im Ergebnis verläuft die positiv raumgeordnete Trasse je nach Variantenkombination zu 69 % bis 74 % in Annäherung an die Bestandstrasse und zu rd. 12 % bis 13 % in Bündelung mit bestehender, dauerhafter linearer Infrastruktur (Autobahn, Erdöl-/Gasleitung). Der Neutrassierungsanteil umfasst je nach Variantenwahl zwischen 14 % und 18 %.

Die Regierungen der Oberpfalz und von Oberfranken hörten im Raumordnungsverfahren rd. 150 Fachstellen und Träger öffentlicher Belange an. Zudem wurde eine Vielzahl von Stellungnahmen ausgewertet, welche im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingingen.




Ansprechpartner bei der Regierung der Oberpfalz

Ansprechpartner bei der Regierung von Oberfranken
(für den Leitungsverlauf in Oberfanken)

 
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