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Presseinfo

Nr. 085: 13.05.2004 
Info zum Stand der BHV1-Endsanierung i. d. Oberpfalz

Seit September 2003 wird in den Regierungsbezirken Oberfranken und Oberpfalz in den Rinderbeständen ein Konzept zur Bovinen Herpes Virus ? Typ 1 (BHV1) -Endsanierung in die Praxis umgesetzt.

Bei der BHV1-Infektion handelt es sich um eine nicht auf den Menschen übertragbare Viruserkrankung beim Rind, die bei starker Belastung der Tiere (Stress, Geburt) zu sichtbaren Krankheitserscheinungen führen kann und daher mit großen wirtschaftlichen Verlusten für die Tierhalter verbunden ist.

Nicht zuletzt wurde zur Vermeidung von Handelsbeschränkungen mit Regionen in Europa, die nach Art. 10 der EU-Richtlinie 64/432/EWG als BHV1-frei anerkannt sind, u. a. der Regierungsbezirk Oberpfalz wegen seines Anteils an BHV1-freien Betrieben von 96,99 % ausgewählt, um die Entfernung der restlichen Reagenten zu veranlassen.

Seit dem 01.09.2003 konnte die Zahl der betroffenen Rinder um fast die Hälfte von 2238 auf 1264 Tiere reduziert werden.

Die Anerkennung als BHV1-freie Region nach Art. 10 der RL 64/432/EWG lässt für den EU-weiten und internationalen Absatz von Rindern (Export) wirtschaftliche Vorteile erwarten, so dass der derzeitige Sanierungsfortschitt auch im Zuge der EU-Osterweiterung als sehr positiv bewertet wird.

Dank gilt deshalb auch allen am Verfahren beteiligten Einrichtungen, den Landwirten mit Standesvertretungen, Veterinärbehörden, Landwirtschaftsbehörden, Zuchtorganisationen und den praktischen Tierärzten für die bisher geleistete Zusammenarbeit, sowie bereits im Vorgriff auch für die diesbezüglich noch zu erbringenden Anstrengungen zur EU-Anerkennung.

Zu einem erfolgreichen Gelingen der Endsanierung gewinnen deshalb umsichtige Maßnahmen, wie ein effizientes Hygienemanagement in den Betrieben, die ordnungsgemäße Durchführung der Diagnostik und Impfung von Tieren, der kontrollierte Zukauf von attestiert BHV1-freien (Bescheinigung) Rindern und nicht zuletzt die schnelle Abgabe der noch vorhandenen Reagenten nachhaltig an Bedeutung.

Die Veterinärbehörden vor Ort werden auch weiterhin allen am Verfahren beteiligten Personen für Fragen zur Verfügung stehen, um durch den raschen Abschluss des Projektes Aspekte der Tiergesundheit zu verbessern und auch auf europäischer Ebene neue Perspektiven für die Vermarktung von Rindern zu ermöglichen.

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