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Presseinfo

Nr. 071: 14.06.2017 
Präsident der Region Pilsen besuchte Regierungspräsidenten der Oberpfalz

Regensburg. Zu einem Antrittsbesuch begrüßte Regierungspräsident Axel Bartelt den Präsidenten der Region Pilsen, Josef Bernard, in Regensburg. Das Amt bekleidet Josef Bernard seit November 2016. Das Treffen an der Regierung der Oberpfalz nutzten die Präsidenten, um sich gemeinsam mit dem Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler über aktuelle und zukünftige Themen der Zusammenarbeit auszutauschen.

Die Oberpfalz und die Region Pilsen pflegen seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit. Als Vorzeigemodell gilt die bereits vor über 15 Jahren ins Leben gerufene Regionalkooperation – eine „beispiellose Erfolgsgeschichte“, wie Regierungspräsident Axel Bartelt betonte. „Nach einer langen Zeit der Trennung sind unsere Regionen in den letzten Jahren wieder in vielen Bereichen zusammengewachsen – und zwar nicht nur durch Kooperationen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. Es sind auch viele Freundschaften über die Grenze hinweg entstanden. Die Oberpfalz und die Region Pilsen sind zu Aufsteigerregionen geworden und haben sich vom Grenzraum am Rande zweier politischer Systeme zu gemeinsamen Wirtschaftsmotoren für Bayern und Tschechien entwickelt.“ Der Präsident der Region Pilsen, Josef Bernard, bekräftigt: „Es ist offensichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen unseren Regionen greifbare Ergebnisse und viele Vorteile für die Bürger bringt." Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in vielen verschiedenen Bereichen trage zu einem wirklich lebendigen Miteinander im deutsch-tschechischen Grenzgebiet bei.

Mit einer Arbeitslosenquote von nur 2,6 Prozent (Stand: Mai 2017) - was de facto Vollbeschäftigung bedeutet - ist die Oberpfalz wieder einmal Spitzenreiter in ganz Bayern. Die Region Pilsen entwickelte sich in den vergangenen Jahren zur wirtschaftlich zweitstärksten tschechischen Region nach Prag. Der Kreis Pilsen verzeichnet mit einer Arbeitslosenquote von knapp über 3 Prozent (Stand: Mai 2017) die geringste Arbeitslosigkeit in ganz Tschechien. „Ursächlich für diese guten Ergebnisse ist u.a. ein gelungener Strukturwandel in beiden Regionen, der durch den Wegfall der Grenzen wesentlich begünstigt wurde“, so Regierungspräsident Axel Bartelt. Für eine weitere positive Entwicklung sei es wichtig, in die Zukunft zu investieren. Zentrales Thema für beide Regionen sei dabei insbesondere die Digitalisierung. Auch hier müsse ein grenzüberschreitender Austausch zwischen der Oberpfalz und Pilsen stattfinden und ausgebaut werden.

11 Millionen Euro für 26 grenzüberschreitende Projekte

Um das Zusammenwachsen der Regionen weiterhin zu unterstützen wurden von der Regierung der Oberpfalz erst kürzlich über 11 Millionen Euro EU-Fördermittel im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Ziel ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik (INTERREG V-A)“ an die Oberpfälzer Projektpartner von 26 grenzüberschreitende Projekten ausgereicht. Die tschechischen Projektpartner erhielten von tschechischen Stellen im Rahmen dieser Projekte knapp 7,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union und kommen innovativen Projekten einer großen thematischen Bandbreite zugute. Im Fokus stehen u.a. der Schutz des Natur- und Kulturerbes, die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten, die Vertiefung institutioneller Kooperationen sowie die Forschung an Hochschulen. So zum Beispiel das Projekt „Virtuelle Menschmodelle für die Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schultererkrankungen“ unter der Leitung von Professor Dr. Sebastian Dendorfer. Hauptziel des Projekts ist es, neue Methoden für die Analyse von Schulterpathologien zu entwickeln, um die Möglichkeiten der Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schulterverletzungen und -Degenerationen zu erweitern. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH) als Leadpartner erhält durch die Regierung der Oberpfalz dafür eine EU-Förderung in Höhe von rund 290.000 Euro. Der tschechische Projektpartner, die Westböhmische Universität in Pilsen, erhielt von tschechischen Stellen rund 220.500 Euro. Einen Eindruck von der Arbeit des Projekts erhielten Regierungspräsident Axel Bartelt und Präsident Josef Bernard bei einem Besuch an der OTH, der sich an das Treffen in der Regierung der Oberpfalz anschloss.

Ein Besuch bei der Firma Conrad Electronic führte Regierungspräsident Axel Bartelt und Präsident Josef Bernard im Anschluss nach Wernberg in den Landkreis Schwandorf. Das Oberpfälzer Familienunternehmen mit Hauptsitz in Hirschau, das auch in Tschechien mit einem Versandhandel aktiv ist, betreibt in Wernberg eines der modernsten Logistikzentren Bayerns.

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Bildunterschrift: Der Präsident der Region Pilsen besuchte Regierungspräsident Axel Bartelt zum Antrittsbesuch in der Regierung der Oberpfalz. An der Regierung der Oberpfalz fand ein intensives Gespräch statt. (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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Bildunterschrift: Sauber unterwegs: Zum Anschlusstermin an der OTH Regensburg nahmen Präsident Josef Bernard, Regierungspräsident Axel Bartelt und Bezirkstagspräsident Franz Löffler (v.li.) das Elektrofahrzeug der Regierung der Oberpfalz (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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Bildunterschrift: An der OTH informierten sich die Präsidenten über das Projekt "Virtuelle Menschmodelle für die Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schultererkrankungen“ unter der Leitung von Professor Dr. Sebastian Dendorfer (2.v.li.). Das Projekt wird im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Ziel ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik (INTERREG V-A)“ gefördert. (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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Bildunterschrift: Dr. RNDr. Miroslav Holeček, Präsident der Westböhmischen Universität Pilsen, Professor Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Josef Bernard, Präsident der Region Pilsen, Regierungspräsident Axel Bartelt und Bezirkstagspräsident Franz Löffler (v.li.) (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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