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Presseinfo

Nr. 067: 02.06.2017 
Über 1,2 Millionen Euro Fördermittel für „Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst“

Furth im Wald. Schnellere Hilfe für Patienten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet – dafür soll das „Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst“ in Zukunft sorgen. Über 1,2 Millionen Euro Förderung erhalten die deutschen Projektpartner, der Kreisverband Cham des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sowie die Technische Hochschule Deggendorf, dafür aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Ziel ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik (INTERREG V-A)“. Regierungspräsident Axel Bartelt besichtigte anlässlich der Förderung durch die Regierung der Oberpfalz das neu entstehende Rettungszentrum in Furth im Wald zusammen mit den Zuwendungsempfängern Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, und Professor Dr. Horst Kunhardt von der Technischen Hochschule Deggendorf. Unter den Gästen waren auch Landrat Franz Löffler und der 1. Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Sandro Bauer.

Eine Förderung in Höhe von rund 1.026.700 Euro erhielt der führende Projektpartner, der BRK-Kreisverband Cham, für die Schaffung von Rahmenbedingungen, zu denen u.a. auch Bau- und Personalkosten für das zentrale Kompetenz- und Koordinierungszentrum im neu entstehenden BRK-Rettungszentrum in Furth im Wald zählen. Weitere 210.168 Euro erhielt die Technische Hochschule Deggendorf, die das Projekt wissenschaftlich begleitet und analysiert.

Qualifizierte Zusammenarbeit – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg

„Diese Mittel der Europäischen Union sind höchst sinnvoll in diesem wegweisenden Projekt angelegt“, bekräftigte Regierungspräsident Axel Bartelt. „Denn damit können die Rettungsdienste beider Länder auf Grundlage praxisnaher Regelungen nicht nur koordiniert und schnell grenzüberschreitendes Helfen sicherstellen. Auch das Projekt an sich leistet einen in vielerlei Hinsicht wichtigen Beitrag zum noch engeren Zusammenwachsen der lange getrennten Grenzregionen.“ Ziel ist es, die Notfallkoordination zwischen Bayern und Tschechien weiterhin zu optimieren und zu verbessern, sowie eine qualifizierte, direkte Zusammenarbeit der Rettungsdienste sicherzustellen – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.

„Es soll und darf nicht mehr so sein, dass Patienten aus Bayern oder der Tschechischen Republik an der Grenze von einem Krankenwagen in den anderen verlegt werden müssen, weil die Rettungswagen nicht in den Nachbarstaat fahren dürfen“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt. Mit der 2016 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr und den drei an Bayern grenzenden tschechischen Bezirken– Karlsbad, Pilsen und Südböhmen – sind die Grundlagen für die Zusammenarbeit geregelt. Dennoch gibt es vor Ort immer noch praktische, juristische und länderübergreifende Fragen zu klären. Mit dem „Koordinierungskonzept grenzüberschreitender Rettungsdienst“ soll nun nicht nur die rettungsdienstliche Versorgung in der Region weiterentwickelt werden. Auch der Wissenstransfer im Sozial- und Gesundheitswesen sowie ein langfristiger, strukturierter und praxisnaher Ausbau der Zusammenarbeit von BRK und anderen Rettungsdienstleistern in Bayern und Tschechien durch Workshops und Qualifizierungsmaßnahmen werden als Projektziele genannt. Mit dem Rettungsdienst der Region Pilsen und der Westböhmischen Universität Pilsen gibt es auch auf tschechischer Seite Projektpartner, die durch das Programm INTERREG V-A gefördert werden und wesentliche Beiträge in dem Projekt übernehmen. So werden unter anderem Großübungen durchgeführt, zudem fließen Ergebnisse aus dem Projekt in die Lehre an den Hochschulen.

Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Um die Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Bayern zu intensivieren, stellt die EU über das Programm INTERREG V-A Fördermittel für Projekte mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten zur Verfügung. Das Programm ist eines von 60 grenzübergreifenden Förderprogrammen innerhalb der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) und läuft bis 2020. Die Besonderheit grenzübergreifender ETZ-Programme liegt darin, dass die Förderschwerpunkte auf die Bedürfnisse und Potenziale der teilnehmenden Regionen zugeschnitten sind. Für das INTERREG V-A Programm Freistaat Bayern – Tschechische Republik stehen in der jetzigen Förderperiode rund 103,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Förderdaten zum Projekt

Führender Projektpartner: BRK Kreisverband Cham (EU-Fördermittel: 1.026.693,14 Euro)

Projektpartner (Oberpfalz): Technische Hochschule Deggendorf (EU-Fördermittel: 210.168,74 Euro)

Projektpartner (Tschechien/Pilsen): Rettungsdienst der Region Pilsen (EU-Fördermittel: rund 450.000 Euro, Westböhmische Universität Pilsen (EU-Fördermittel: rund 708.000 Euro)

Insgesamt fließen EU-Fördermittel in Höhe von rund 2.394.000 Millionen Euro in das Projekt.

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Sandro Bauer, 1. Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Landrat Franz Löffler, Regierungspräsident Axel Bartelt, Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, und Professor Dr. Horst Kunhardt von der Technischen Hochschule Deggendorf (v.li.) (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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