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Presseinfo

Nr. 051: 16.05.2017 
Netzwerktagung zum Thema "Nachhaltigkeit der Arbeit in den Bildungsregionen"

Amberg/Regensburg. Die Nachhaltigkeit der Arbeit in den Bildungsregionen des Regierungsbezirks Oberpfalz stand im Fokus der diesjährigen Netzwerktagung, zu der die Konferenz der Schulaufsicht Vertreterinnen und Vertreter aller Gebietskörperschaften im Regierungsbezirk nach Amberg geladen hatte. „Ziel der Tagung war es, den intensiven Austausch der Beteiligten untereinander zu ermöglichen, einen Überblick über nachhaltige Projekte bzw. Strategien in den einzelnen Bildungsregionen zu erlangen sowie Impulse für die eigene Weiterarbeit zu gewinnen“, erklärte Silke Schmid, die Koordinatorin der Bildungsregionen bei der Regierung der Oberpfalz.

Nachhaltige Projekte und mögliche Vernetzungsansätze

Auf besonderes Interesse stießen dabei bereits erfolgreich umgesetzte, nachhaltige Projekte. Wie zum Beispiel das grenzüberschreitende Bildungsprojekt zwischen der Bildungsregion Cham und Tschechien. Die Werner-von-Siemens-Berufsschule Cham und die Berufsschule in Domažlice veranstalteten in diesem Jahr zum dritten Mal eine gemeinsame Berufsinformationsmesse, bei der sich Firmen aus dem Landkreis Cham in der tschechischen Berufsschule präsentieren konnten. Das Projekt soll den gemeinsamen Arbeitsmarkt weiterentwickeln und auch die Zusammenarbeit in der Berufsbildung fördern. In der Bildungsregion Neumarkt wurde das Projekt „Runder Tisch der Beratungslehrer aller Schularten“ erfolgreich eingeführt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller Schulen, die an Übertrittsentscheidungen beteiligt sind, zu verbessern. Der regelmäßige Austausch der Beratungslehrer sorgt nicht nur untereinander für mehr Transparenz, auch den Schülern wird der Übertritt an andere Schulen dadurch entscheidend erleichtert.

Die Netzwerktagung bot auch einen Einblick in die Praxis nachhaltiger Zusammenarbeit zwischen Bildungsregionen und Vereinen. Die Landkreise Cham und Schwandorf kooperieren beispielsweise erfolgreich mit dem Verein „Technik für Kinder e.V.“, kurz TfK. Im Rahmen verschiedener Projekte wird Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten, sich spielerisch mit Technik und Handwerk auseinanderzusetzen, eigene Talente zu entdecken und Begeisterung für diese Berufssparten zu entwickeln. Auch die Vertreterinnen und Vertreter der weiteren Bildungsregionen ermunterte die TfK-Referentin Susanne Freudenstein, Projekte des Vereins anzubieten.

Positiven Zuspruch fand die Idee des Kreiskulturreferenten des Landkreises Schwandorf, Franz Pfeffer. Er regte an, ein überregionales Bildungsportal für die Akteure der Bildungsregionen zu schaffen, um so die Zusammenarbeit noch stärker zu vernetzen. Die Koordinatorin für die Bildungsregionen, Silke Schmid, und der Vorsitzende der Konferenz der Schulaufsicht, der Leitende Oberstudiendirektor Klaus Vietze, dankten allen Bildungsakteuren für ihre Bereitschaft, sich gemeinsam für die Zukunft ihrer Bildungsregion und des Regierungsbezirks Oberpfalz zu engagieren. Sie sicherten den Teilnehmern die weitere Unterstützung durch die Regierung der Oberpfalz und die Konferenz der Schulaufsicht zu. Die durch die Tagung geschaffene Transparenz trage dazu bei, gelungene Projekte in die Fläche zu tragen, die aktive Netzwerkarbeit aller Bildungsakteure weiter systematisch zu institutionalisieren, das Verantwortungsbewusstsein für Bildung in der Region zu schärfen und eine zielorientierte Steuerung der Bildungsprozesse zu ermöglichen.

Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ – Status Quo in der Oberpfalz

Interesse und Zuspruch der Oberpfälzer Landkreise und kreisfreien Städte an der Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ sind groß. 2012 wurde die Initiative von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufen. Jungen Menschen soll mit einem passgenauen Bildungsangebot „in der Region, aus der Region und für die Region“ eine optimale Weichenstellung für die Zukunft ermöglicht werden. Oberstes Ziel der Initiatoren und der am Prozess Beteiligten ist es, erfolgreiche Projekte und Prozesse der Bildungsregionen zu sichern. Auf diese Weise entsteht in jeder Region eine passgenau zugeschnittene und individuelle Kultur der staatlich-kommunalen Zusammenarbeit und des Austausches aller regionalen und überregionalen Bildungsakteure im Regierungsbezirk.

Aktuell nehmen 72 von 96 Gebietskörperschaften in Bayern an der Initiative teil. Bislang sind 57 Landkreise und kreisfreie Städte als „Bildungsregion in Bayern“ ausgezeichnet, weitere Auszeichnungen stehen an. Im Regierungsbezirk Oberpfalz sind von insgesamt zehn Gebietskörperschaften bereits sechs eine zertifizierte Bildungsregion: Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, die kreisfreie Stadt Amberg im Schulterschluss mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach, der Landkreis Tirschenreuth, der Landkreis Cham und der Landkreis Schwandorf. Aktuell stehen Stadt und Landkreis Regensburg kurz vor der Siegelvergabe.

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Die Teilnehmer der Netzwerktagung zum Thema Nachhaltigkeit der Arbeit in den Bildungsregionen des Regierungsbezirks Oberpfalz.

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