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Presseinfo

Nr. 059: 22.05.2017 
Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache an Grund- und Mittelschulen erfolgreich absolviert

20 Lehrkräfte erhalten Zertifikat an der Regierung der Oberpfalz

Regensburg. 20 Absolventen der Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache an Grund- und Mittelschulen wurden an der Regierung der Oberpfalz mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Bereits zum vierten Mal bot die Regierung der Oberpfalz in Kooperation mit der Professur für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Regensburg unter der Leitung von Professor Dr. Rupert Hochholzer ein in ganz Bayern einzigartiges Fortbildungskonzept für Grund- und Mittelschullehrkräfte zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an.

„Der Bedarf schulischer Deutsch-als-Zweitsprache-Förderung an Grund- und Mittelschulen ist in den letzten Jahren aufgrund stetig steigender Zahlen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund offensichtlich“, so Regierungsschuldirektor Johann Hilburger, Leiter des Sachgebiets Erziehung, Unterricht und Qualitätssicherung an Grund- und Mittelschulen an der Regierung der Oberpfalz. Die Weiterbildung von Lehrkräften sei eine wirksame Maßnahme, dieser Herausforderung zu begegnen und die Situation schulischer Sprachförderung kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern. „Mit enormen Anstrengungen unterstützen unsere Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund auf dem Weg in unsere Gesellschaft. Diese Fortbildungsreihe ist eine wichtige Maßnahme um sie für die Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe mit weiterem Rüstzeug auszustatten."

Gelingender Spracherwerb als wesentlicher Bestandteil für Integration

Professor Dr. Hochholzer dankte dem Bereich Schulen für die hervorragende Zusammenarbeit in diesem anspruchsvollen Kooperationsprojekt, das den teilnehmenden Lehrkräften Grundlagenwissen im Fach Deutsch als Zweitsprache vermittelt und so einen Beitrag zur Verbesserung der schulischen Situation von Kindern mit Migrationshintergrund leistet: „Gelingender Spracherwerb ist ein wesentlicher Bestandteil für Integration und ermöglicht späteren Erfolg in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Dieser ist auch die Basis dafür, dass die heimische Bevölkerung und die Zuwanderer im Einklang miteinander leben können."

Eine weitere Modulreihe mit 20 Teilnehmern startet noch im Mai 2017. Die fortgebildeten Lehrkräfte werden an den Grund- und Mittelschulen dringend benötigt, da die Beschulung der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in den ersten beiden Jahren in der neuen Heimat in so genannten Übergangsklassen erfolgt. Diese sind in den vergangenen Jahren enorm angewachsen und somit auch der Bedarf an gut qualifizierten Lehrkräften. Durch die gelingende Sprachförderung in den Übergangsklassen sind inzwischen schon viele dieser Kinder zur weiteren Beschulung in die Regelklassen gewechselt. Somit steigt auch hier der Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften mit Deutsch-als-Zweitsprache Zertifikat. Mit der Fortbildungsreihe „Deutsch als Zweitsprache“ geben die Oberpfälzer Grund- und Mittelschulen eine gute Antwort auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich Migration und Integration.

Die Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprachebesteht aus acht eintägigen Seminaren, die von den Teilnehmern erfolgreich absolviert werden müssen:

  • Modul 1: Migration und Mehrsprachigkeit
  • Modul 2: Spracherwerb, Sprachentwicklung und Diagnostik
  • Modul 3: Hören und Lesen im DaZ-Unterricht
  • Modul 4: Schreiben und Sprechen im DaZ-Unterricht
  • Modul 5: Bildungssprache - Fachsprache
  • Modul 6: Wortschatz und Grammatikvermittlung
  • Modul 7: Best practice, Materialanalyse
  • Modul 8: Interkulturelle Kommunikation und Traumatherapie bei Flüchtlingen

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Die teilnehmenden Lehrkräfte an der Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache an Grund- und Mittelschulen mit Sabine Kunz, Mitarbeiterin des Sachgebiets Erziehung, Unterricht und Qualitätssicherung an Grund- und Mittelschulen (2.v.li.) und Sachgebietsleiter Regierungsschuldirektor Johann Hilburger (li.) Foto: Regierung der Oberpfalz

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