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Presseinfo

Nr. 054: 09.05.2017 
Start der Förderoffensive Nordostbayern 2017

3,4 Millionen Euro für Projekte im Landkreis Tirschenreuth

Regensburg. 20 Millionen Euro für Städtebauförderungsmaßnahmen in von Gebäudeleerständen besonders betroffenen Städten und Gemeinden: Mit einem auf bis zu 90 Prozent erhöhten staatlichen Fördersatz unterstützt die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern Projekte in strukturschwachen Gebieten. Die Mittel sollen für die Revitalisierung innerörtlicher Leerstände eingesetzt werden. Neben vier oberfränkischen Landkreisen und der Stadt Hof erhält auch der Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz Unterstützung. „Durch die Sondermittel der Bayerischen Staatsregierung werden nicht nur die Ortskerne unserer Kommunen eine enorme Aufwertung erhalten, auch die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger vor Ort wird dadurch deutlich gesteigert“, so Regierungspräsident Axel Bartelt. Die Förderoffensive läuft von 2017 bis 2020. Aus dem Landkreis Tirschenreuth wurden von den Gemeinden bereits über 60 Projekte im Rahmen der Städtebauförderung angemeldet. Für die Maßnahmen im Landkreis werden 2017 3,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gefördert werden können Maßnahmen zur Sanierung von Gebäuden, aber auch vorbereitende Planungen, notwendige Gebäudeabbrüche und damit verbundene Neuordnungen.

Um möglichst viele Projekte im Rahmen der Förderoffensive unterstützen zu können, wurden die Sondermittel, soweit möglich, zur Aufstockung der Grundfinanzierung aus einem der Bund-Länder-Programme der Städtebauförderung verwendet. Der übliche Fördersatz der Städtebauförderung von 60 Prozent kann hierdurch mit Mitteln der Förderoffensive auf 90 Prozent erhöht werden. Einige wenige Projekte werden ausschließlich mit Mitteln der Förderoffensive bezuschusst.

Aufgrund der großen Nachfrage war es nicht möglich alle angemeldeten Projekte bereits 2017 zu berücksichtigen. Ausgewählt wurden daher vorrangig Projekte, die bereits seit längerem vorbereitet werden und nach dem Stand der Planungen 2017 umgesetzt werden können. Besondere Priorität wurde dabei Projekten eingeräumt, die für die jeweilige Gemeinde als besonders strukturwirksam eingestuft werden oder von besonderer städtebaulicher Bedeutung sind.

Beispielhaft genannt werden folgende Projekte aus dem Landkreis Tirschenreuth, die 2017 im Rahmen der Förderoffensive unterstützt werden:

  • Die Stadt Bärnau plant die Sanierung des ehemaligen Gasthofes „Schwarzer Bär“. Hier werden neun barrierefreie Wohnungen in einem Mehrgenerationenhaus entstehen.
  • Die Gemeinde Brand erhält Fördermittel für die Untersuchung verschiedener Leerstände im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, sowie für Erwerb und Sanierung eines kleinen leerstehenden Gebäudes in der Ortsmitte.
  • Die Gemeinde Krummennaab kann mit den Fördermitteln den Abbruch von nicht mehr sanierungsfähigen Werkswohnungen einer ehemaligen Porzellanfabrik durchführen.
  • Die Stadt Tirschenreuth wird bei der Sanierung des ehemaligen Polizeigebäudes unterstützt. In dem denkmalgeschützten Gebäude werden von der Stadt Räume für eine Außenstelle der OTH-Regensburg und den Studiengang „Soziale Arbeit“ zur Verfügung gestellt.
  • Die Stadt Waldsassen fördert die Sanierung des Mühlenviertels und kann für die Baumaßnahme des Klosters Mittel zum erhöhten Fördersatz einsetzen. In den denkmalgeschützten Gebäuden werden barrierefreie Wohnungen, eine Physiotherapiepraxis und eine Pilgerherberge entstehen.

Neben den Mitteln der Förderoffensive Nordostbayern stehen in der Oberpfalz 2017 weitere Bundes- und Landesmittel der Städtebauförderung zur Aufstockung des Fördersatzes bei einzelnen Projekten in besonders strukturschwachen Gemeinden zur Verfügung (Struktur- und Härtefonds und Entlastung nach Art. 2 Abs. 4 VV-StBauF 2017). Diese Mittel in Höhe von rund 1,16 Millionen Euro können auch außerhalb des Landkreises Tirschenreuth eingesetzt werden. Mit ihnen kann der Fördersatz auf 80 Prozent erhöht werden. 2017 werden mit diesen Mitteln Projekte mit förderfähigen Kosten von ca. 5,8 Millionen Euro kofinanziert.

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