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Presseinfo

Nr. 195: 09.12.2016 
Tierquäler aufgepasst: Die Tötung und das Quälen von Tieren ist strafbar

Regierungspräsident Bartelt: Wir wollen gemeinsam weitere Fälle verhindern

Regensburg. In Folge der in letzter Zeit aufgetretenen Verstöße gegen das Artenschutzrecht hat die Bayerische Staatsregierung rechtliche und fachliche Hinweise zu deren strafrechtlicher Verfolgung herausgegeben. In Erinnerung geblieben ist dabei nicht zuletzt der Fund der abgetrennten Luchspfoten im Bayerischen Wald, in den sich auch Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf einschaltete. Neben diesem Fall wurden auch vermehrt Delikte gegen Greifvögel aber auch gegen Haustiere wie z.B. Hunde oder Katzen verzeichnet, auch in der Oberpfalz. Bei einem Fall im September 2016 wurde beispielsweise einer Katze mit einer Luftpistole ins Auge geschossen.

Tiertötungen oder quälerische Misshandlungen von Tieren sind strafbar und werden mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe mit bis zu 25.000 Euro geahndet. Die gesetzlichen Grundlagen dafür finden sich im Bundesnaturschutzgesetz, hier vor allem § 71 Abs. 1 Nr. 1, in den § 17 und 18 des Tierschutzgesetzes, aber auch im Strafgesetzbuch und dem Bundesjagdgesetz.

Regierungspräsident Axel Bartelt unterstützt die Bemühungen der Bayerischen Staatsregierung, gegen Tierquäler konsequent vorzugehen. Für eine effektive Strafverfolgung bittet er deshalb um die Mithilfe der Bevölkerung: „Wenn Sie als Spaziergänger entsprechende Beobachtungen machen, beispielsweise mehrere tote Tiere oder verdächtige Köder finden, verständigen Sie bitte unverzüglich die Polizei unter der Rufnummer 110. Das Töten oder Quälen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt, sondern strafbar!“ Auch ist das Fotografieren des Fundorts und der Beweismittel hilfreich. Jeglicher Hautkontakt mit toten Tieren und Ködern ist aber wegen Vergiftungsgefahr zu vermeiden.

Das Umweltministerium empfiehlt auch eine frühzeitige Einbindung der Naturschutzbehörden sowie des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Diese können bei der Bestimmung von Tierarten behilflich sein.

Foto Greifvogel

Bildunterschrift: Greifvogel mit abgeschlagenem Bein in der LBV-Vogelauffangstation Regenstauf. (Foto: Ferdinand Baer, LBV-Vogelauffangstation Regenstauf)

Ansprechpartner:

Landesamt für Umwelt

Für Säugetiere: Manfred Wölfl, Tel.: 09281/1800-4653

Für Vögel: Hans-Joachim Fünfstück, Tel.: 08821/2330 oder Bernd-Ulrich Rudolph, Tel.: 08821-2330

Regierung der Oberpfalz (Höhere Naturschutzbehörde)

Christine Rapp, Tel.; 0941/5680-1843

Ansprechpartner vor Ort sind die Unteren Naturschutzbehörden (Landratsämter)

Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat zu diesem Thema den Flyer "Helfen durch richtiges Verhalten" herausgegeben. Diesen können Sie hier herunterladen.

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