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Presseinfo

Nr. 171: 03.11.2016 
Am Ludwig-Donau-Main-Kanal (LDM) wird ein neues Informations- und Kommunikationssystem installiert

Informationsstelen und -figuren erzählen von Kelheim bis Bamberg aus der Geschichte des Kanals

Regensburg. Manch aufmerksamer Beobachter wird es schon entdeckt haben: Am Ludwig-Donau-Main-Kanal, dem Vorläufer des heutigen Main-Donau-Kanals wird wieder gebaut. Fachleute aus den Wasserwirtschaftsämtern in fünf Regierungsbezirken haben sich unter der Federführung der Regierung der Oberpfalz zusammengefunden und ein Informations- und Kommunikationskonzept entwickelt.

Beginnend im alten Hafen Kelheim über Beilngries, den Parc d’Issoire in Neumarkt i.d.OPf., Dörlbacher Einschnitt bei Burgthann, Brückkanal in Feucht, die Schleuse 94 in Eggolsheim bis zur Schleuse 100 in Bamberg werden aktuell an sechzehn Standorten Informationsstelen errichtet. An sieben Standorten sind zusätzlich Silhouetten von Figuren und Gegenständen aufgestellt. Mit Texten, Grafiken und Bildern erzählen sie von der Entstehung des Kanals, den technischen Funktionen und der Bedeutung seiner Bauwerke. Und wer sein Smartphone zur Hand hat, kann über einen QR-Code Hörbilder abrufen und einen Eindruck vom damaligen Leben am Kanal bekommen. Der „Alte Kanal“, schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ohne wirtschaftliche Bedeutung, ist heute ein kulturhistorisch einmaliges Denkmal, von dem es viel zu erzählen gibt.

Das Aufstellen und die Montage wurden bis Ende Oktober abgeschlossen, kleine Nacharbeiten wie Geländemodellierung und Pflasterarbeiten folgen noch. Auf den Weg gebracht und finanziert durch die Wasserwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, ist die offizielle Einweihung durch die Bayerische Umweltministerin Frau Ulrike Scharf im Mai 2017 geplant.

Hintergrundinformationen

Geschichtliche Daten

1825 Ludwig I. wird König von Bayern; er beauftragt den Oberbaurat Heinrich Freiherr von Pechmann mit der Trassenfindung des Kanals

1830 Pechmann legt seinen Entwurf zur Verbindung der Donau mit dem Main vor

1834 Der Bayerische Landtag verabschiedet den Baubeschluss.

1835 22.März: Gründung einer Aktiengesellschaft zur Finanzierung des Kanalbaus

1836 Beginn der Arbeiten am Kanal mit teilweise bis zu 9.000 Arbeitern.

1842 Die Kanalordnung wird erlassen.

1845 Der Kanal ist durchgehend schiffbar.

1846 15.Juli: offizielle Einweihung vor dem Kanaldenkmal am Erlanger Burgberg. Der Kanal kostete 17,5 Mio. €, (etwa 850 Mio. € mit Stand 2013)

1850 Höchstes Transportaufkommen mit 200.000 Tonnen

1864 Rückgang des Transportaufkommens; der Kanal gerät in die roten Zahlen. Die Einnahmen aus Verpachtung als Schafweide, für die Fischerei und zur Eisgewinnung sowie aus der Versteigerung von Obst sind bereits jeztz höher als die aus der Schifffahrt. Danach kam man nicht mehr aus der Verlustzone und bis 1912 hatte sich ein Verlust von 2,9 Mio. Gulden angehäuft. Gründe dafür waren die Konkurrenz durch die Eisenbahn und die Tatsache, dass kein durchgehender Schiffsverkehr zwischen Rhein und Donau zustande kam. Die Schiffe waren für den Kanal zu breit; es musste aufwändig umgeladen werden. Die Bedeutung schwand und bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es Überlegungen zu einem neuen Main-Donau-Kanal.

1912 Nutzung der Treidelpfade als Wander- und Radwege. Bekannt sind auch die sogenannten Schlagrahmdampfer, mit denen Ausflügler im lokalen Verkehr für wenige Pfennige zu Kaffee und Kuchen in Kanallokale geschippert wurden.

1944 Kriegsschäden machen den Kanal an vielen Stellen unpassierbar

1950 Auflassung des Kanals per Verordnung des Bayerischen Innenministeriums

1954 Seither wird der Kanal von den Wasserwirtschaftsämtern als Gewässer gepflegt und unterhalten.

Heute steht der Ludwig-Donau-Main-Kanal unter Denkmalschutz

Foto

Bildunterschrift: Die Informationsstele mit Figuren am Dörlbacher Einschnitt, Gde. Burgthann, Lkr. Nürnberger Land als Animation (noch kein Originalbild)

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