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Presseinfo

Nr. 160: 14.10.2016 
Abschlussveranstaltung des Modellprojekts „Inklusive berufliche Bildung in Bayern – IBB“ an der Regierung der Oberpfalz

Regensburg. „Mit dem Modellprojekt ‚Inklusive Berufliche Bildung in Bayern‘ haben neun Schultandems einen wichtigen Schritt zu mehr Inklusion in der beruflichen Bildung getan. Die Erfahrungen der Pilotschulen helfen uns, inklusiven Unterricht an beruflichen Schulen weiterzuentwickeln. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz“, sagte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich bei der Abschlussveranstaltung des Modellversuchs der Stiftung Bildungspakt bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg. „Inklusives Lernen und die berufliche Inklusion leisten einen wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“, so der Staatssekretär. „Ich freue mich sehr, dass ab dem Schuljahr 2017/2018 auch die beruflichen Schulen das Schulprofil ‚Inklusion‘ erwerben können. Der Modellversuch war hierfür richtungsweisend. Die Profilschulen werden regionale Kompetenznetzwerke bilden und den Ausbau der Inklusion weitervoranbringen.“

Das Thema „Inklusion“ gilt als eine zentrale Herausforderung der aktuellen Bildungspolitik und wird in den kommenden Schuljahren eine wichtige Rolle im Bereich der beruflichen Schulen einnehmen. Der Schulversuch „Inklusive berufliche Bildung in Bayern – IBB“ trägt hierzu wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen bei.

Beginnend mit dem Schuljahr 2012/2013 bildeten im Rahmen dieses von der Stiftung Bildungspakt Bayern betreuten Modellprojekts ausgewählte allgemeine Berufsschulen und Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung mit Schwerpunkt Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung Kooperationsverbünde in Form von Tandems. Diese Tandems entwickelten Konzepte für eine bestmögliche Verwirklichung der Inklusion an beruflichen Schulen. „Ziel ist es, für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Voraussetzungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, in einem höheren Maß als bisher eine Regelschule zu besuchen bzw. einen regulären Berufsabschluss zu erwerben,“ so Regierungspräsident Axel Bartelt.

Am Modellprojekt IBB, das mit Ende des Schuljahres 2015/2016 ausgelaufen ist, beteiligten sich neun Kooperationsverbünde, zwei davon aus der Oberpfalz: das Berufliche Schulzentrum Weiden zusammen mit dem St.-Michaels-Werk Grafenwöhr sowie das Berufliche Schulzentrum Regensburger Land gemeinsam mit dem Haus des Guten Hirten in Schwandorf-Ettmannsdorf.

Regierungspräsident Bartelt freut sich, dass in der Oberpfalz auch über den Modell-versuch hinaus zum Thema „Inklusion an beruflichen Schulen“ hervorragende Arbeit geleistet wird: So soll beispielsweise das unter Federführung der Regierung der Oberpfalz aufgebaute Netzwerk der Inklusionsbegleiter weiter ausgebaut werden. Seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es an fast allen Berufs- und Wirtschaftsschulen in der Oberpfalz eine Lehrkraft, die sich u.a. um die Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigung in den Schulalltag kümmert, Fortbildungen zu dieser Thematik organisiert und zu anderen Schularten bzw. Institutionen Netzwerke aufbaut. Diese Lehrkräfte sollen bei ihrer anspruchsvollen und für die Gesellschaft wertvollen Tätigkeit unterstützt und weiter ausgebildet werden. Denn: „Inklusion hat mit dem Abbau von Barrieren zu tun. Und zwar nicht nur von baulichen oder sonstigen Barrieren für Menschen mit Förderbedarf, sondern auch von Barrieren in unseren Köpfen“, so Bartelt.

Diese Schultandems nahmen bayernweit an dem Modellversuch teil:

  • Heinrich-Thein-Schule – Staatliches Berufliches Schulzentrum Haßfurt und

    Adolph-Kolping-Schule Schweinfurt

  • Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft Bayreuth und Staatliche Berufs-schule zur sonderpädagogischen Förderung Bayreuth

  • Europa-Berufsschule Weiden und St.-Michaels-Werk Grafenwöhr

  • Staatliches Berufliches Schulzentrum Regensburger Land Regensburg und Haus des Guten Hirten Schwandorf

  • Staatliche Berufsschule Kelheim und Berufsschule St. Franziskus Abensberg

  • Staatliche Berufsschule Eichstätt und Regens-Wagner-Berufsschule Schrobenhausen

  • Staatliches Berufliches Schulzentrum Neusäß und Prälat-Schilcher-Berufsschule Augsburg

  • Staatliche Berufsschule Neu-Ulm und Adolph-Kolping-Schule Neu-Ulm

  • Staatliche Berufsschule I Ansbach und Staatliche Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung Ansbach

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Regierungspräsident Axel Bartelt, Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich, Klaus Beier, stellv. Leiter der Regionaldirektion Bayern der Arbeitsagentur, Christoph Anz, Leiter Bildungspolitik der BMW Group (v. l.) bei der Abschlussveranstaltung des Modellprojekts „Inklusive berufliche Bildung in Bayern – IBB“. (Foto: Regierung der Oberpfalz)

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