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Presseinfo

Nr. 110: 12.07.2016 
Moderne Wald- und Holzwirtschaft in der Oberpfalz

Regierungspräsident auf Praxisbesuch mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg

Hemau/ Landkreis Regensburg. Regierungspräsident Axel Bartelt informierte sich auf Einladung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg (AELF) über die Forstwirtschaft in der Region Regensburg, das Netzwerk „Beratung und Förderung im Privat- und Kommunalwald“ und zum Cluster Forst und Holz. Dabei stand auch ein Rundgang durch einen Privatwald im Raum Hemau auf dem Programm.

Der Regierungspräsident danke Johannes Hebauer, Leiter des AELF, und Friedrich Rahm, 1. Vorsitzender der Waldbauernvereinigung, für die Organisation des Praxisbesuchs. Hans Pollinger, 1. Bürgermeister von Hemau, betonte, dass sich die Stadt mit 200 Hektar Stadtwald stark mit dem Thema Wald verbunden fühle. Dies sehe man an neuen Gebäuden in Holzbauweise wie z.B. an der Schule am Mönchsberg, die bereits mit dem 1. Platz des Holzbaupreises des Landkreises Regensburg 2008 ausgezeichnet worden ist.

Erwin Engeßer, Bereichsleiter Forsten des AELF stellte viel Wissenswertes zum Thema Wald vor. So ist die Oberpfalz ist mit einem Waldanteil von 43 Prozent der waldreichste Regierungsbezirk in Bayern. Auf einem Großteil der Fläche wachsen noch die „Brotbäume“ Fichte und Kiefer. Der Privatwaldanteil im Amtsbereich liegt bei 86 Prozent. Die Forstverwaltung ist im Landkreis Regensburg Ansprechpartner und Berater für rund 7.000 Waldbesitzer. Zu den Aufgaben gehören noch die Forstaufsicht, Waldpädagogik und Umweltbildung sowie hoheitliche Aufgaben wie Verbissgutachten und Kontrollen nach dem Pflanzenschutzgesetz.

Im Landkreis Regensburg gibt es daneben noch ein Cluster Forst und Holz mit den Hauptakteuren Holzforum Regensburger Land, AELF, Sägewerke, Zimmerer, Schreiner, Handel und Planer, WBV und Waldbesitzer. Ziel ist eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung und Wirtschaftskraft sowie die Forcierung des Klimaschutzes durch Holzverwendung.

Beim Waldrundgang im Wald der Familie Obermeyer aus Aicha wurde die Thematik „35 Jahre Waldumbau – von der Fichte zum Mischwald“ demonstriert. Die Auflockerung der früher stark fichtendominierten Bestände mit Laubwald und auch neueren „Brotbäumen“ wie Douglasie bringt stressresistentere Bestände, die auch einem Klimawandel besser wiederstehen können. Zum Abschluss des Waldrundgangs führte Johann Obermeyer noch das mobile Sägewerk an der Hofstelle vor und erläuterte die Vorzüge der Technik. Diese kann nach Bedarf beim Forstbesitzer vor Ort entsprechende Bretter, Balken usw. her schneiden und so Transportwege einsparen. Diese Nische läuft mittlerweile sehr gut und ist gut nachgefragt.

Als letzten Besichtigungspunkt der Führungen ging es zum Betrieb Maag Holz GmbH in Hemau. Der Inhaber Johannes Maag erläuterte die Wertschöpfungskette und gab Ausführungen zum Cluster Holz. Beim Betriebsrundgang zeigte der Firmenchef die gesamte Angebotspalette. Am Ende bedankte sich der Erwin Engeßer beim Regierungspräsidenten für das Interesse und übergab einen Kalender mit Fotos besonderer Bäume aus der Region als Zeichen der Bedeutung der Forstwirtschaft.

Regierungspräsident Axel Bartelt zeigte sich nach seinem Praxisbesuch im Wald beeindruckt und lobte die Beteiligten für ihren Einsatz und ihre innovativen Ideen. „Mir ist jetzt das Thema Wald und Holz auf schnelle und einprägsame Art nähergebracht worden. Vielen Dank dafür. Mir liegt eine umweltschonende, nachhaltige Forstwirtschaft am Herzen, da sie unsere schöne Region wesentlich prägt“, so der Regierungspräsident.

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Johann Obermeyer gibt Erläuterungen in seinem Sägewerk in Aicha: Von links: Johannes Hebauer, Leiter des AELF Regensburg, WBV-Geschäftsführer Josef Achhammer, Regierungspräsident Axel Bartelt, Johann Obermeyer, Bürgermeister Hans Pollinger, Forstdirektor Erwin Engeßer, Architekt Thaller, 1. Vorsitzender des Holzforums Johannes Maag. Foto: AELF

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