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Presseinfo

Nr. 104: 01.07.2016 
Sichere Biogasanlagen als wichtiger Baustein der Energiewende

Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz überprüft den Explosionsschutz in Biogasanlagen

Regensburg. Energie aus Biogasanlagen leistet mit ca. einem Drittel im Mix der Erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Energiewende. Speziell in Bayern ist Energie aus Biomasse überdies ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum und stellt für viele Landwirte eine zusätzliche Einkommensquelle dar. Ganz ungefährlich ist diese anspruchsvolle Technologie allerdings nicht. Verpuffungen oder Explosionen können Sach-, Personen- oder Umweltschäden verursachen. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz führt daher in diesem Jahr ein Projekt zur Überprüfung des Explosionsschutzes in Biogasanlagen durch mit dem Ziel, die Anlagensicherheit nachhaltig zu verbessern.

„Energiegewinnung aus regenerativen Quellen wird weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade Biogas ist aufgrund seiner Speicherfähigkeit und der daraus resultierenden flexiblen Verfügbarkeit ein wichtiger regenerativer Energieträger. Wir setzen dabei aber auch auf sichere Technik und sicheres Verhalten der Anlagenbetreiber“, erläutert Regierungspräsident Axel Bartelt zum Hintergrund des Projektes.

In Biogasanlagen sind große Mengen Biogas gespeichert – ein Gasgemisch, das im Wesentlichen aus Methan besteht und daher leicht entzündet werden kann. In Kombination mit dem Sauerstoff aus der Luft kann sich daraus eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. Daher sind für Biogasanlagen umfangreiche Maßnahmen zum Schutz vor Verpuffungen oder Explosionen vorgeschrieben.

Um sicherzustellen, dass diese Schutzmaßnahmen tatsächlich vorhanden sind und ordnungsgemäß funktionieren, hat der Anlagenbetreiber, ähnlich wie der Halter eines Kraftfahrzeuges, bestimmte Prüfungen durchzuführen. Man unterscheidet dabei zwischen einer Überprüfung der Biogasanlage vor ihrer erstmaligen Inbetriebnahme und turnusmäßig wiederkehrenden Prüfungen.

Das Gewerbeaufsichtsamt führt das Projekt zur Überprüfung des Explosionsschutzes in zwei Stufen durch. Zunächst sollen die Anlagenbetreiber über ihre Prüfpflichten zum Explosionsschutz informiert und auf diese Weise für die Thematik sensibilisiert werden. Um mit dieser Informationskampagne eine möglichst große Breitenwirkung zu erreichen, arbeitet die Behörde eng mit Verbänden, Interessenvertretern und anderen Fachstellen zusammen.

In diesem Sinne wurde unlängst zum Auftakt des Projektes eine Informationsveranstaltung an der Regierung der Oberpfalz abgehalten. Hierzu fanden Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes, des Fachverbandes Biogas, von C.A.R.M.E.N. (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e. V. in Straubing) und vom Fachzentrum für Diversifizierung und Strukturentwicklung (angesiedelt am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt) den Weg nach Regensburg. Im Vordergrund der Veranstaltung stand die Information der Teilnehmer über Hintergrund, Zielsetzung und Ausgestaltung des Projektes. Darüber hinaus wurde vereinbart, wie die Oberpfälzer Biogasanlagenbetreiber möglichst breit über die Prüfpflichten zum Explosionsschutz informiert werden sollen. Das Gewerbeaufsichtsamt stellte zu diesem Zweck eine Betreiberinformation zur Verfügung, die die wesentlichen Informationen zur Thematik zusammenfasst.

Die zweite Stufe des Projektes beginnt in der zweiten Jahreshälfte; dann überprüft das Gewerbeaufsichtsamt in Stichpunktkontrollen konkret die Einhaltung der genannten Prüfvorschriften.

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Besprechung an der Regierung der Oberpfalz mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes, des Fachverbandes Biogas, von C.A.R.M.E.N. (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e. V. in Straubing) und vom Fachzentrum für Diversifizierung und Strukturentwicklung (angesiedelt am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt). Foto: Regierung der Oberpfalz

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