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Presseinfo

Nr. 040: 18.03.2016 
Achtung beim Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen

Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz führt Kontrollen durch

Regensburg. Mit dem Frühjahr beginnt wieder die Bausaison. Aus diesem Anlass weist das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz auf die Gefahren beim Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen hin. Gerade bei Abbruch- oder Umbauarbeiten ist mit asbesthaltigen Materialien zu rechnen. Einst war Asbest wegen seiner positiven Eigenschaften ein gefragter Zuschlagstoff bei der Herstellung von Formstücken. So wurden Asbestfasern z.B. bei der Herstellung von Baustoffen wie Dach- und Fassadenplatten, Kanal- und Druckrohren, Fensterbänken und Blumenkästen häufig verwendet. Inzwischen ist jedoch die Verwendung von Asbest wegen seiner krebserzeugenden Wirkung verboten. Die Gesundheitsgefahren gehen von den nadelförmigen Asbestfasern aus, die bei mechanischer Beanspruchung von Asbestzementprodukten verstärkt freigesetzt werden können.

Ausgenommen vom Verwendungsverbot ist das Entfernen von Dach- und Fassadenplatten zum Zwecke der Entsorgung. Dies sollte von Fachfirmen mit weisungsbefugtem, sachkundigem Aufsichtspersonal und mit fachkundigem Personal erfolgen. Wer dennoch selbst die Arbeiten vornehmen möchte, wovon das Gewerbeaufsichtsamt dringend abrät, hat die unter der Internetseite des Gewerbeaufsichtsamts bei der Regierung der Oberpfalz genannten Anforderungen zu erfüllen. Die Nichtbeachtung dieser Anforderungen gilt als Straftat.

Das Gewerbeaufsichtsamt prüft auch im Jahr 2016 den Umgang mit asbesthaltigen Produkten auf Baustellen und in Recyclinganlagen. Stellt die Gewerbeaufsicht bei der Überprüfung Defizite fest, setzt sie die notwendigen Schutzmaßnahmen durch.

Gebäudeeigentümer müssen sich vor Beginn der Abbrucharbeiten informieren, ob asbesthaltige Baustoffe im Gebäude eingebaut sind, damit sie die erforderlichen Fachfirmen auswählen können. Diese müssen eine Abbruchanweisung erstellen, damit die Arbeiten ordnungsgemäß von den Beschäftigten durchgeführt werden können. Für den Fall, dass unvermutet asbesthaltige Produkte vorgefunden werden, sind die Arbeiten unverzüglich einzustellen und die sachkundige Person bzgl. der weiteren Maßnahmen einzuschalten.

Bei Kontrollen des Gewerbeaufsichtsamtes auf Asbestbaustellen werden zum einen die zu erfüllenden formalen Auflagen der Unternehmen überprüft, z. B. dass die Baumaßnahmen beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz ordnungsgemäß angezeigt wurden oder die Beschäftigten arbeitsmedizinisch untersucht sind. Zum anderen werden die technischen und hygienischen Anforderungen bei der Baumaßnahme, als auch die endgültige Entsorgung überprüft. Asbesthaltige Abfälle müssen zur Beseitigung gesonderten Deponien zugeführt werden.

Recyclinganlagen werden mit Abbruchmaterial von verschiedenen Baustellen beliefert. Der Anlagenbetreiber hat stets dafür zu sorgen, dass kein asbestbelastetes Material in die Anlage gelangt. Dadurch soll vermieden werden, dass weder Beschäftigte noch die Umwelt durch unnötig freigesetzte Asbestfasern gefährdet werden.

Weitere Auskünfte für Unternehmen und Privatpersonen erteilt das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz unter der Telefonnummer 0941 / 56 80 720 – 727.

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Ordnungsgemäßer Abbau von Asbestzementplatten

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