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Presseinfo

Nr. 028: 17.02.2016 
"Die Oberpfalz ist die Lokomotive am Arbeitsmarkt in Bayern"

Jahresgespräch der Regierung der Oberpfalz mit der Bundesagentur für Arbeit

Regensburg. Beim Jahresgespräch des Regierungspräsidenten Axel Bartelt mit Vertretern der Bundesagentur für Arbeit bezeichnete Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, die Oberpfalz als "die Lokomotive am Arbeitsmarkt in Bayern". Der Regierungspräsident hatte Schmitz und die Leiter der Agenturbezirke, Gabriele Anderlik (Regensburg), Joachim Ossmann (Schwandorf) und Thomas Würdinger (Weiden) eingeladen, um sich über die Entwicklung am Arbeitsmarkt in der Oberpfalz auszutauschen. Schmitz stellte dabei auch das Arbeitsmarktprogramm "Flucht" der Regionaldirektion Bayern vor, ein Programm mit dem die Arbeitsagentur flexibel auf den nicht abreißenden Zuzug von Flüchtlingen reagieren will.

"Mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent im Jahr 2015 hat die Oberpfalz zusammen mit Unterfranken den niedrigsten Wert in ganz Bayern und damit auch in ganz Deutschland erreicht", erklärte Schmitz. Auch schon im Jahr 2014 hatte die Oberpfalz mit 3,5 Prozent zusammen mit Niederbayern, Unterfranken und Schwaben die niedrigste Arbeitslosigkeit in Bayern. Der Durchschnittswert von Bayern lag 2015 bei 3,6 Prozent, von Deutschland bei 6,4 Prozent. In der Oberpfalz konnte die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent und der Anteil der Arbeitslosen über 50Jährigen um 5,7 Prozent reduziert werden. Auch die Anzahl der Langzeitarbeitslosen konnte um 6,8 Prozent verringert werden. Insgesamt waren 428.666 Personen im Jahr 2015 in der Oberpfalz beschäftigt, 20.511 Personen waren arbeitslos.

Dass die Arbeitslosenquote im Januar 2016 mit 4,1 Prozent in der Oberpfalz etwas höher ausfiel als der Jahresdurchschnitt, führten die Vertreter der Arbeitsagentur auf die Beschäftigungslage im Baugewerbe zurück, die gerade im Winter immer Schwankungen ausgesetzt sei. Im Januar 2015 lag die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,3 Prozent. Gerade das Baugewerbe sei ein wichtiges Standbein für die Oberpfalz. "Entscheidend ist der Durchschnittswert im ganzen Jahr", erklärte Schmitz.

Joachim Ossmann schilderte anhand der ehemaligen Krisenregionen Bad Kötzting und Sulzbach-Rosenberg, wie positiv sich der Arbeitsmarkt in den letzten 30 Jahren in der Oberpfalz entwickelt hat. In Bad Kötzting lag die Arbeitslosenquote im Februar 1985 bei 47,2 Prozent, im Juni 2015 nur noch bei 1,9 Prozent. In Sulzbach-Rosenberg sei die Arbeitslosigkeit im Zeitraum von Oktober 1985 bis Oktober 2015 von 11,8 auf 2,8 Prozent gefallen. "Vor allem die vielen mittelständischen Familienunternehmen, die sich in ihren Bereichen in den letzten Jahren zu Global Playern entwickelt haben, sind zu einem stabilen Rückgrat der Oberpfälzer Wirtschaft geworden", erläuterte Ossmann.

Regierungspräsident Axel Bartelt zeigte sich beeindruckt von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt: "Das ist beeindruckend, was in den letzten 30 Jahren in der Oberpfalz passiert ist". Lediglich der Arbeitsagenturbezirk Weiden habe mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent (2015) eine erhöhte Quote. Der Regierungspräsident hat sich vorgenommen, in diesem Jahr speziell in Weiden alle Akteure an einen Tisch zu bringen und zusammen mit der Arbeitsagentur nach Lösungen zu suchen, um auch dort die Situation zu verbessern.

Auch das Thema Migranten und Flüchtlinge war ein wichtiger Bestandteil des Gesprächs. Derzeit arbeiten rund 31.000 Ausländer in der Oberpfalz, davon kommen alleine 3.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus den 15 stärksten Zugangsstaaten von Asylbewerbern. Im Gegenzug sind 2.772 Ausländer in der Oberpfalz arbeitslos gemeldet. Schmitz stellte das Arbeitsmarktprogramm "Flucht" vor. "Um den geflüchteten Menschen in Bayern echte Perspektiven bieten zu können, haben wir für das Jahr 2016 ein Arbeitsmarktprogramm in Höhe von 75 Millionen aufgesetzt. In diesem Rahmen haben wir spezielle Angebote für geflüchtete Jugendliche und Erwachsene entwickelt. Dabei setzen wir vor allem auf eine sprachliche und fachliche Qualifikation", betonte Schmitz. Derzeit sind bereits bayernweit über 27.000 Flüchtlinge in Sprachkursen untergebracht, in der Oberpfalz sind es rund 2.500. Im Rahmen einer modularen Integrations- und Förderkette gibt es für die Personen wie in einem Baukastensystem unterschiedliche Maßnahmen zur Weiterqualifikation. "Wir beginnen jeden Monat mit neuen Förderangeboten, damit alle Menschen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus den Sprachkursen kommen, im Anschluss nicht auf der Straße stehen, sondern direkt danach weiterführende Angebote erhalten", so Schmitz. Regierungspräsident Bartelt begrüßte das Programm für Flüchtlinge: "Das Lernen der Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir wollen die Menschen, die eine hohe Bleibeperspektive haben, möglichst schnell in unsere Gesellschaft integrieren und dafür sorgen, dass sie dem Arbeitsmarkt als Fachkräfte zur Verfügung stehen."

Anlage: Bild

Bildunterschrift: Franz Weichselgartner, Regierungsvizepräsident Walter Jonas, Regierungspräsident Axel Bartelt, Wolfgang Schmitt (linke Tischseite v. l.) und Thomas Würdinger, Dr. Markus Schmitz, Gabriele Anderlik, Joachim Ossmann (rechte Tischseite v. r.). (Foto: Regierung der Oberpfalz).

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