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Presseinfo

Nr. 154: 12.10.2015 
Regionalbischof und Dekane des evangelischen Kirchenkreises beim Regierungspräsidenten

Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern waren zentrale Themen

Regensburg. Dr. Hans-Martin Weiss, evangelischer Regionalbischof im Kirchenkreis Regensburg, traf sich mit Regierungspräsident Axel Bartelt, um gemeinsam die aktuelle Situation der Flüchtlinge in der Oberpfalz zu erläutern. Derzeit sind rund 9.200 Asylbewerber in der Oberpfalz untergebracht, 1.800 davon in Notunterkünften.

„Es hat mich sehr gefreut, dass der Regionalbischof dieses Gespräch angestoßen hat und uns seine Unterstützung angeboten hat“, bedankte sich der Regierungspräsident. „Bei der Unterbringung der Asylbewerber ist die Solidarität aller notwendig. Jeder Platz, der für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wird, ist wichtig“, so Bartelt. Beim Gespräch mit dabei waren auch sieben Dekane und eine Dekanin aus den Dekanaten Cham, Ingolstadt, Landshut, Neumarkt, Passau, Regensburg und Weiden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz, die derzeit mit dem Thema betraut sind.

Der Regionalbischof betonte, die evangelische Kirche prüfe derzeit intensiv, welche weitergehenden Beiträge sie zur Unterbringung von Asylbewerbern leisten könne. „Wir überlegen auch, geeignete Flächen zum Aufstellen von Containern oder etwa Wohnungen in Gemeindehäusern anzubieten“, erklärte Dr. Weiss. Sollten alle Stricke reißen und im Winter Asylbewerber auf der Straße stehen, könne sich mancher Dekan auch vorstellen, die Gemeinde-häuser als Notfallquartiere zu öffnen. Konkret nannte der Regionalbischof zwei Flächen in der südlichen Oberpfalz, die sich möglicherweise für das Aufstellen von Containern eignen. Außerdem wurden noch Wohnungen in der nördlichen und mittleren Oberpfalz genannt, die sich für die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern eignen könnten. Die angebotenen Flächen sollen nun auf ihre Eignung überprüft werden. Die angebotenen Wohnungen würden an die für die dezentrale Unterbringung zuständigen Kreisverwaltungsbehörden weitergegeben. Darüber hinaus wolle sich die evangelische Kirche bei der Sozialberatung von Flüchtlingen in Zukunft noch mehr engagieren.

Die freien Wohlfahrtsverbände in Bayern seien für die Asylsozialberatung zuständig, allerdings kämen derzeit mehrere hundert Asylbewerber auf einen Asylsozialbetreuer. „Wir brauchen hier dringend einen Ausbau der Stellen durch die Wohlfahrtsverbände“, so Bartelt. Auch die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen war Gesprächsthema. Die Diakonie unterhält in der Oberpfalz eine Jugendhilfeeinrichtung, die nicht zuletzt Plätze für junge Flüchtlinge zur Verfügung stellt. In der Oberpfalz sind aktuell über 1.000 minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Eine neue Unterkunft der Diakonie in Regensburg für Jugendliche mit 24 Plätzen befindet sich gerade in Bau. Bei der Koordination der ehrenamtlichen Helfer engagiert sich die evangelische Kirche in der Oberpfalz bereits kräftig. „Viele Kirchengemeinden vor Ort haben Unterstützerkreise für Flüchtlinge mit ins Leben gerufen oder helfen aktiv bei der Betreuung der Asylbewerber mit“, erklärte Hans-Martin Weiss. So werde beispielsweise in vielen Kirchengemeinden Deutschunterricht für Asylbewerber angeboten. Der Regionalbischof und der Regierungspräsident bedankten sich bei den vielen ehrenamtlichen Kräften für das bisherige große Engagement: „Diese Unterstützung ist enorm wichtig. Hier wird vor Ort unendlich viel Gutes für die Integration der Asylbewerber geleistet.“

Anlage: Bild

Bildunterschrift:

Regierungspräsident Axel Bartelt (6. v. l.) und Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss (7. v. l.) beim Gespräch in der Regierung der Oberpfalz. (Bild: Regierung der Oberpfalz)

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