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Presseinfo

Nr. 145: 10.09.2015 
Schulklassen mit besonderem Förderangebot in der Oberpfalz

Für Schüler, die kaum Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss an der Mittelschule haben, besteht das Angebot der "Praxisklasse". Dieses Förderangebot gibt es im neuen Schuljahr in fünf Praxisklassen in Weiden, Amberg, Neumarkt, Neutraubling, Schwandorf. Hier werden diese Schüler besonders gefördert und durch umfangreiche Betriebspraktika für den Übergang in eine Berufsausbildung vorbereitet.

Beschulung von Schülern mit Migrationshintergrund

In derzeit 50 (26 in der Grundschule und 24 in der Mittelschule, Vorjahr 32) sogenannten Übergangsklassen in Regensburg, Schwandorf, Amberg und Neumarkt werden Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache durch ein spezielles Unterrichtsangebot auf den Wechsel in die Regelklassen vorbereitet.

An verschiedenen Schulen der Oberpfalz werden 24 Deutschförderklassen angeboten. Schüler mit geringen Deutschkenntnissen werden zeitweise aus ihren Klassen herausgenommen und als Gruppe in den Hauptfächern gesondert unterrichtet, damit sie möglichst rasch die deutsche Sprache erlernen. Der Unterricht in den übrigen Fächern findet im Klassenverband statt, um die Integration der Kinder zu fördern.

Zusätzlich werden für einzelne Schüler Deutschförderkurse angeboten, die Mehrzahl der zukünftigen Grundschüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache wird aber bereits in sogenannten Vorkursen im Kindergarten durch Lehrkräfte und Personal der Kindergärten intensiv in der deutschen Sprache unterrichtet. Die Zahl der Vorkurse in der Oberpfalz zum kommenden Schuljahr im liegt bei 205 (Vorjahr 153). Damit kann trotz rückläufiger Schülerzahlen das Angebot sehr gut aufrechterhalten werden. Für all diese Fördermaßnahmen stehen in der Oberpfalz insgesamt 1015 (Vorjahr 840) Lehrerwochenstunden zusätzlich zur Verfügung. Die Öffnung der Vorkurse trägt zur Umsetzung der Inklusion in Kindertageseinrichtungen bei und leistet durch die frühzeitige gezielte Förderung einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Sprachbarrieren, um die Teilhabe an der Gesellschaft für alle Kinder zu sichern.

Im Rahmen von zusätzlichen Stunden für Sprachförderung können für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund 336 Lehrerwochenstunden zugewiesen werden, in denen eine intensive Deutschförderung stattfindet.

Überdies gibt es zahlreiche Kooperationsprojekte, welche den Übergang zwischen Kindergarten und Schule stärken sollen. Grundschullehrkräfte arbeiten hier intensiv mit den Kindergärten zusammen.

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