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Presseinfo

Nr. 136: 14.08.2015 
Berufsschulklassen für Flüchtlinge und Asylbewerber

Die Oberpfalz stockt auf!

Bereits zum Schulhalbjahr 2014/15 hat das Bayerische Kultusministerium aufgrund des dringenden Bedarfs kurzfristig die Anzahl der Berufsschulklassen für Asylbewerber und Flüchtlinge von 14 auf 25 Klassen aufgestockt. Bis zu 500 Schüler wurden gegenwärtig an zehn Berufsschulstandorten in der Oberpfalz unterrichtet.

Ab kommendem Schuljahr 2015/16 wird sich das Angebot für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge weiter vergrößern. In 37 Klassen stehen künftig für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche aus Zuwandererfamilien in der ganzen Oberpfalz bis zu 740 Schulplätze zur Verfügung.

Neue Klassen werden an allen zehn Berufsschulstandorten in Regensburg Stadt und Land, in Cham, Schwandorf, Amberg, Weiden, Wiesau, Neustadt an der Waldnaab, Sulzbach-Rosenberg und Neumarkt errichtet.

Nach Auskunft von Herrn AD Richard Glombitza, Bereichsleiter Schulen an der Regierung der Oberpfalz, wird durch die Einrichtung von 12 zusätzlichen Klassen einem stetig steigenden Bedarf Rechnung getragen. Eine flächendeckende Versorgung und wohnortnahe Beschulung in allen Landkreisen und kreisfreien Städten wird zudem weiter sichergestellt.

Das zweijährige Schulprogramm an den Berufsschulen sieht im ersten Schuljahr den Erwerb der deutschen Sprache vor. Im zweiten Jahr steht neben der Vermittlung von Deutschkenntnissen die berufliche Orientierung sowie Vorbereitung auf eine Berufsausbildung im Vordergrund.

Um unterrichtende Lehrkräfte in den Klassen bestmöglich zu unterstützen, wird es im Kalenderjahr 2016 wieder eine Neuauflage der achttägigen Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache geben. In Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Rupert Hochholzer, Professur Deutsch als Zweitsprache an der Universität Regensburg, werden die Lehrkräfte in interkultureller Kompetenz und Sprachförderung weiterqualifiziert.

Die Berufsschulen in der Oberpfalz leisten damit zusammen mit ihren Sachaufwandsträgern einen wertvollen Beitrag, um den jungen Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Region Chancen für die Integration in der Gesellschaft als auch auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

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