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Presseinfo

Nr. 126: 30.07.2015 
Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache an Grund- und Mittelschulen

Lehrkräfte mit Zertifikat ausgezeichnet

Die Regierung der Oberpfalz bietet in diesem und im kommenden Schuljahr in Kooperation mit der Professur für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Regensburg (Prof. Dr. Rupert Hochholzer) ein in ganz Bayern einzigartiges Fortbildungskonzept für Grund- und Mittelschullehrkräfte zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an. Der Bedarf schulischer Deutsch-als-Zweitsprache-Förderung an Grund- und Mittelschulen ist in den letzten Jahren aufgrund stetig steigender Zahlen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund offensichtlich und kann nicht alleine durch die 1. Phase der Lehrerbildung an der Universität gedeckt werden. Deshalb stellt die Weiterbildung von Lehrkräften eine wirksame und in absehbarer Zeit zu bewältigende Maßnahme zur Verbesserung der Situation schulischer Sprachförderung in dieser Schulart dar. Die Fortbildungsreihe Deutsch als Zweitsprache besteht aus acht eintägigen Seminaren:

  • Modul 1: Migration und Integration
  • Modul 2: Sprachentwicklung – Sprachaneignung
  • Modul 3: Mehrsprachigkeit
  • Modul 4: Grundlagen der Didaktik und Methodik des Deutschen als Zweitsprache
  • Modul 5: Bildungssprache - Fachsprache
  • Modul 6: Sprachförderdiagnostik
  • Modul 7: Sprachlernberatung und Sprachbewusstheit
  • Modul 8: Best practice, Materialanalyse

Die ersten 30 Absolventen wurden am 16. Juli 2015 an der Regierung der Oberpfalz nach Abschluss der Module durch Abteilungsdirektor Richard Glombitza mit einem Zertifikat ausgezeichnet. "Mit enormen Anstrengungen unterstützen unsere Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund auf dem Weg in unsere Gesellschaft. Diese Fortbildungsreihe ist notwendig, da aufgrund des demographischen Wandels in der Oberpfalz von einem bleibend hohen Anteil an mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern zu rechnen ist", so Glombitza.

Prof. Dr. Hochholzer dankte dem Bereich Schulen für die hervorragende Zusammenarbeit in diesem neuartigen Kooperationsprojekt, das den teilnehmenden Lehrkräften Grundlagenwissen im Fach Deutsch als Zweitsprache vermittelt und so einen Beitrag zur Verbesserung der schulischen Situation von Kindern mit Migrationshintergrund leistet. "Gelingender Spracherwerb ist ein wesentlicher Bestandteil für Integration und ermöglicht späteren Erfolg in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Dieser sei auch die Basis dafür, dass die Mehrheitsbevölkerung und die Zuwanderer im Einklang miteinander leben", lautet sein Resümee.

Eine weitere Modulreihe mit 20 Teilnehmern hat im Juli bereits begonnen und wird bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Die Lehrkräfte werden an den Grund – und Mittelschulen dringend benötigt, da die Beschulung der Migrationskinder vorrangig in so genannten Übergangsklassen erfolgt. Diese sind im laufenden Schuljahr um sieben auf 37 angewachsen. Von Oktober bis Mai ist alleine an den Grund- und Mittelschulen eine Mehrung von 432 dieser Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen. Mit dieser Maßnahme gehen die Oberpfälzer Grund- und Mittelschulen gut vorbereitet in das neue Schuljahr.

Anlage: Bild, Bildquelle: Christoph Aschenbrenner

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