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Presseinfo

Nr. 058: 17.03.2015 
Gefahrstoff Asbest im Baumaterial

Gewerbeaufsichtsamt prüft zum Schutz von Arbeitnehmern und Umwelt

Asbest verursachte etwa ein Viertel der in den letzten Jahren in Deutschland anerkannten Berufskrankheiten. Zum Schutz der Beschäftigten, der Nachbarschaft und der Umwelt überprüft das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz im Jahr 2015, ob beim Umgang mit Asbestprodukten die umfassenden Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Die Schwerpunktaktion konzentriert sich auf drei Bereiche: Abbrucharbeiten, Asbestbaustellen und Recyclinganlagen. Die Altlast Asbest befindet sich noch in vielen Gebäuden. Der Gefahrstoff kann nicht nur in Fassaden- oder Dachelementen, sondern auch in weiteren Bauprodukten, wie z.B. Fliesenkleber oder Spachtelmassen enthalten sein. Bei Abbrucharbeiten und beim Recyceln von Bauschutt können Fasern des gefährlichen Minerals Asbest freigesetzt werden.

Die ersten Ergebnisse der Schwerpunktaktion zeigen, dass sich nicht alle Betriebe an die Vorschriften halten. Stellt die Gewerbeaufsicht bei der Überprüfung Defizite fest, setzt sie bessere Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Asbestprodukten durch. Die Eigentümer müssen sich vor Beginn der Abbrucharbeiten informieren, ob Gefahrstoffe wie z.B. Asbest, im Gebäude eingebaut sind. Weiterhin ist es erforderlich, dass eine Abbruchanweisung erstellt wird, damit die oft gefährlichen Arbeiten ordnungsgemäß von den Beschäftigten abgewickelt werden können. Die Beaufsichtigung muss von weisungsbefugten Personen wahrgenommen werden. Für den Fall, dass unvermutet asbesthaltige Produkte gefunden werden, sind Vorkehrungen zu treffen.

Bei Kontrollen auf Asbestbaustellen werden zum einen die zu erfüllenden formalen Auflagen der Unternehmen überprüft, z.B. dass Baumaßnahmen bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt werden oder die Beschäftigten entsprechende Vorsorgeuntersuchungen haben müssen. Zum anderen werden die technischen und hygienischen Anforderungen bei der Baumaßnahme, als auch die endgültige Entsorgung überprüft.

Bauschutt-Recyclinganlagen werden mit dem Material von verschiedenen Baustellen bzw. Abbruchmaßnahmen beliefert. Der Anlagenbetreiber hat stets dafür zu sorgen, dass kein asbestbelastetes Material in die Anlage gelangt und zerkleinert werden könnte. Dies hätte zur Folge, dass Faserkontaminationen entstehen, die eine Gefahr für die Beschäftigten und die Umwelt darstellen. Asbesthaltige Abfälle müssen zur Beseitigung gesonderten Deponien zugeführt werden, welche die Anforderung der Deponieklasse I, II oder sogar III erfüllen.

Asbest war auf Grund seiner positiven physikalischen Eigenschaften, wie große Hitzebeständigkeit oder chemische Widerstandsfähigkeit sowie der kostengünstigen Gewinnung, einer der wichtigsten Baustoffe in den 60er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Der einstige Traum-Baustoff „Asbest“ hat sich zwischenzeitlich zum Alptraum der Gebäudeeigentümer und vieler erkrankter Beschäftigter entwickelt.

Weitere Auskünfte für Unternehmen und Privatpersonen erteilt das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz unter der Telefonnummer 0941/5680 702.

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