Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 520: 11.12.2014 
Hände weg, vor illegal erworbenem oder selbst gebasteltem Feuerwerk

Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz informiert zum bevorstehenden Verkauf von Feuerwerksartikel

Im wahrsten Sinne des Wortes „Hände weg“ kann vorkommen, falls illegales oder selbst gebasteltes Feuerwerk gezündet wird. Oft entfalten illegal eingeführte Feuerwerkskörper, z.B. aus Polen oder Tschechien eine bis zu 50 Mal größere Sprengkraft als in Deutschland zugelassenes Feuerwerk. Derartige Pyrotechnik enthält große Mengen an sog. Blitzknallsätzen, die weit brisanter sind als das sonst üblicherweise verwendete Schwarzpulver.

Auch selbst gebasteltes oder zusammengemischtes „Feuerwerk“ entspricht nicht den üblichen Qualitätsanforderungen, ist nicht handhabungssicher, instabil und sehr sensibel, wie vor Kurzem ein schwerer Unfall mit selbst hergestelltem Feuerwerk in Österreich zeigt. Eine Explosion derartiger Böller im Nahbereich von Personen kann nicht nur Verbrennungen an den Händen nach sich ziehen, sondern auch zu tödlichen Verletzungen führen.

Aus diesem Grund warnt das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz vor Eigenbau bzw. illegal eingeführten Feuerwerkskörpern aus dem Ausland. Wer an Silvester ein Feuerwerk genießen will, sollte darauf achten, dass die pyrotechnischen Gegenstände zugelassen und geprüft wurden .Mittlerweile gibt es europaweit 17 Prüfstellen, die Untersuchungen für den deutschen Markt durchführen.

Doch Vorsicht: Unter Umständen darf ein Feuerwerksartikel, der in Polen uneingeschränkt verwendet werden darf, in Deutschland nur von einem zugelassenen Pyrotechniker gezündet werden.

Die nationale Prüfstelle für Pyrotechnik, die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, kurz BAM genannt, vergibt für jeden Feuerwerksartikel – egal wo er geprüft wurde - bevor er auf den deutschen Markt kommt, eine sog. Identifikationsnummer. Auf die europaweit gültige Registriernummer in Verbindung mit einem CE-Zeichen und auf eine deutsche „Gebrauchsanleitung“ sollte man beim Kauf achten.

Bei Unsicherheiten hat der Verbraucher die Möglichkeit, auf den Internetseiten der BAM zu überprüfen, ob es sich bei dem Feuerwerkskörper um einen in Deutschland zugelassenen Artikel handelt oder eben nicht.

Auch in Deutschland gekaufte Silvesterkracher können bei unsachgemäßer Handhabung zu Unfällen mit Sachschäden oder sogar zu Personenschäden führen. Deshalb haben Silvesterkracher in den Händen von Kindern, Jugendlichen oder alkoholisierten Personen nichts zu suchen.

Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk erfolgt im Jahr 2014 vom 29.12.bis zum 31.12. in den Geschäften der Region.

Die Gewerbeaufsicht der Regierung der Oberpfalz überwacht auch in diesem Jahr wieder die Einhaltung der aus dem Sprengstoffrecht herrührenden Anforderungen hinsichtlich der Lagerung und des Verkaufes von pyrotechnischen Artikeln stichprobenartig in der gesamten Oberpfalz.

Weitere Informationen zum Thema Verkauf, Lagerung und Verwendung pyrotechnischer Artikel erteilt das Dezernat 2 des Gewerbeaufsichtsamtes der Regierung der Oberpfalz unter der Rufnummer 0941/5680-0 (Vermittlung) oder 0941/5680-702.

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]