Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 371: 08.09.2014 
Grund- und Mittelschulen - Berufsorientierung an Oberpfälzer Mittelschulen im Schuljahr 2014/2015

Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM)

Die Berufsorientierungsmaßnahmen an den Oberpfälzer Mittelschulen unterstützen auch zum Schuljahr 2014/2015 den Brückenschlag zwischen Schule und Ausbildung bzw. Berufsfindung nachhaltig. Insgesamt stehen den staatlichen Mittelschulen in der Oberpfalz von Seiten des Kultusministeriums rund 618.000,00 Euro zur Verfügung. Derselbe Betrag wird durch die Agentur für Arbeit kofinanziert.

Damit sind die berufsorientierenden Projekte seit einigen Jahren bewährte, akzeptierte und im Übergangsmanagement von Schule und Beruf bedeutende Ergänzungen der berufsorientierenden Maßnahmen im Unterricht und Schulleben der Mittelschule.

Durch den intensiven Dialog mit den Kooperationspartnern vor Ort wurde das Angebot der berufsorientierenden Module erweitert und neue Akzente gesetzt.

Anregungen zur Modifikation und Weiterentwicklung des Verfahrens und der berufsorientierenden Module wurden insbesondere im Bereich

  • des Einbezugs bewährter Kooperationsbetriebe,
  • der Verortung im regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
  • der Bestellung auf Teilnehmerbasis und der flexibleren Gruppengröße zum Durchführungszeitpunkt,
  • der inhaltlichen Schärfung einiger Module,
  • des Informationsflusses nach Abschluss des Bestellprozesses
  • der Zeitvorgaben analog der Unterrichtsstunden und
  • der Mittelzuweisung und Planung bezogen auf das Schuljahr von den Beteiligten in Auswertungs- und Überarbeitungsprozess eingebracht

So hat die Neuordnung folgende Ziele:

  • Sicherung der Qualität durch vergleichbare Konzepte und Standards
  • Übersichtliche und klare Verwaltungsstrukturen bei Planung, Konzeption, Durchführung und

    Abrechnung der Maßnahmen

  • Einhalten der gültigen Richtlinien zur Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen, die bei

    allen öffentlichen Aufträgen zu beachten ist und einen wirtschaftlichen Umgang mit öffentlichen Mitteln und einen marktgerechten Wettbewerb sicherstellt.

Praxis an Mittelschulen

Flankierend wird das Konzept der Berufsorientierung durch Mittel für „Praxis an Mittelschulen“ unterstützt. Hier für stehen 69.000,00 Euro zur Verfügung.

Bezogen auf den Unterricht der Mittelschule bedeutet dies, dass Kosten für zusätzliche Lehrpersonen bezahlt werden können (z.B. an Meister, betriebliche Ausbilder). Folgende Einsatzfelder sind denkbar:

• der Praxistag der Praxisklasse (P-Klasse),

• die Werkstattpraxis des Praxiskurses (P-Kurs), also z.B. eine zusätzliche und freiwillige Arbeitsgemeinschaft aus Schülern von Regelklassen,

• außerschulische Experten, die in Kooperation mit der Lehrkraft im Sinne der „Praxis an Mittelschulen“ lehrend tätig sind.

Mittelschüler können schon in der Schule durch berufsrelevante Projekte ein Bezug zur Arbeitswelt herstellen. Bei diesem Prozess wird ein vorzeigbares Produkt erstellt oder eine Dienstleistung erbracht.

Als besonderer Vorteil wird bei den Maßnahmen der Berufsorientierung gesehen, dass die Schüler frühzeitig mit möglichen Ausbildungsbetrieben in Kontakt kommen und sich damit auch ihre Bewerbungschancen verbessern.

Schülerfirma

Zentrales Anliegen des Unterrichts an der Mittelschule ist die Vorbereitung auf das Arbeits- und Wirtschaftsleben. Die Schüler müssen erkennen, dass die Wirtschaft eine Grundlage der materiellen und kulturellen Existenz ist. Ausgehend vom nahen Erfahrungsbereich sollen die Schüler unternehmerisches Denken und Handeln lernen. Dies kann durch die Gründung einer Schülerfirma nachhaltig unterstützt werden.

Für die Gründung von Schülerfirmen stehen der Regierung Mittel in Höhe von über 7000,00 Euro zur Verfügung. Diese Mittel sind zweckgebunden für die erstmalige Grundausstattung einer Schülerfirma an einer öffentlichen Mittelschule.

Freiwilliges Lehrerbetriebspraktikum -Lehrkräfte in Unternehmen

Nicht nur Schülern, sondern auch Lehrkräften soll ermöglicht werden, betriebliche Abläufe vertieft kennen zu lernen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Auf freiwilliger Basis wird deshalb im Schuljahr 2014/15 zunächst probeweise in der unterrichtsfreien Zeit die Möglichkeit eines Lehrerpraktikums „Lehrkräfte in Unternehmen“ angeboten. Die Wirtschaft, die die Berufsorientierung an Mittelschulen sehr ernst nimmt und schätzt, unterstützt das Vorhaben ausdrücklich.

Ziele des Praktikums

Die Lehrkraft

  • intensiviert Kontakte zur regionalen Wirtschaft
  • bekommt Einblicke in das Berufsspektrum des regionalen Ausbildungsmarktes
  • erweitert ihre Kompetenzen für die Beratung im Zusammenhang mit der Berufsorientierung der Schüler und der Vorbereitung auf berufsorientierende Maßnahmen
  • erweitert das eigene berufskundliche Wissen
  • macht grundlegende Erfahrungen durch einen Perspektivenwechsel
  • gewinnt neue Ideen für den Unterricht
  • kann Schülerinnen und Schüler gezielter auf das Praktikum vorbereiten

Das Unternehmen

  • intensiviert Kontakte zur Mittelschule
  • erhält Einblicke in den Lehrplan der Mittelschule sowie in die Kompetenz- und Wissensvermittlung in der Mittelschule
  • kann sich über Qualifikationen, zu erwartende Kompetenzen u.a. mit einem kompetenten Partner aus der Schule austauschen
  • kann beim „briefing“ der künftigen Auszubildenden mit gestalten

Die Schülerin bzw. der Schüler

  • erhält durch die Lehrkraft qualifizierte Beratung in der individuellen Berufsorientierung
  • kann sich gezielter auf das Praktikum vorbereiten
  • profitiert von einem Unterricht mit noch größerem Praxisbezug

Die Schule

  • vertieft die Kooperation mit der regionalen Wirtschaft
  • profitiert vom Wissen über aktuelle Entwicklungen auf dem regionalen Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt
  • profitiert von dieser Form der Fortbildung ihrer Lehrkräfte durch externe Partner aus der Wirtschaft

Die Mindestdauer des Praktikums beträgt acht Tage. Die Festlegung der Praktikumstage wird mit dem Betrieb abgestimmt.

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Vertreter: Dr. Robert Feicht (Telefon: 0941 5680-1375)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]