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Presseinfo

Nr. 364: 03.09.2014 
Grund- und Mittelschulen - Neuer „LehrplanPLUS“ für die Grundschulen

Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 tritt ein neuer Lehrplan für die Grundschulen in Kraft – der LehrplanPLUS. Unter Koordination des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung in München haben erfahrene Lehrkräfte und Bildungsexperten das neue Werk erarbeitet. Der LehrplanPLUS Grundschule bietet Lehrkräften und Schülern genügend Zeit, setzt auf Kompetenzen und Wissen, bietet Brücken zu den Lehrplänen anderer Schularten und vielfältige ergänzende Informationen für Lehrkräfte und Eltern.

Zunächst wird der Lehrplan in den Jahrgangsstufen 1 und 2 eingeführt, zum Schuljahr 2015 / 2016 in der Jahrgangsstufe 3 und ein Jahr später dann in Jahrgangsstufe 4.

Der neue Lehrplan orientiert sich an den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz, an den neuesten Forschungserkenntnissen aus dem gesamten Bildungsbereich und eröffnet mit Blick auf die ausgeprägte Heterogenität an den Schulen ein weites Spektrum an Möglichkeiten, um Schülerinnen und Schüler zum individuellen, selbsttätigen und kooperativen Lernen

auch weiterhin verstärkt anzuregen und kompetenzorientiert zu arbeiten.

Und die Betonung liegt auf Kompetenzorientierung! Dabei ist die Vermittlung von Kompetenzen nicht neu, sind innovative Arbeitsformen für viele Kolleginnen und Kollegen schon lange der Schlüssel, den unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Doch mit der neuen Lehrplangeneration ist die Verbindlichkeit endgültig auf einem mittleren Anforderungsniveau festgeschrieben und das Verständnis klar definiert: Der „LehrplanPLUS versteht Kompetenzen als fachspezifische und überfachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Wissen und Können miteinander verknüpfen, und motivationale Aspekte ebenso umfassen wie Argumentationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Reflexionsfähigkeit und Urteilsfähigkeit.“ (LehrplanPLUS Grundschule).

Dabei formuliert der Lehrplan nicht mehr detailliert, was alles getan werden soll, sondern was die Kinder am Ende tatsächlich können sollen. Darauf richtet sich der Blick.

Eine besondere Bedeutung kommt der eigenen Reflexion und Bewertung des Geleisteten durch die Schülerinnen und Schüler selbst zu. Rückblicke durch Lerngespräche mit der Lehrkraft und den Mitschülern erhalten einen hohen Stellenwert und sind Kernelement quer durch alle Fachbereiche und Jahrgangsstufen. Schülerinnen und Schüler werden „damit vertraut gemacht, ihr eigenes Lernen zu reflektieren und in Worte zu fassen, was sie erfolgreich gelernt haben, was ihnen beim Üben noch schwer fällt und welche erreichbaren Ziele sie sich als nächste setzen“.

Die Lehrkräfte werden seit vielen Monaten in zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen auf unterschiedlichen Ebenen durch eigens geschulte Multiplikatorentandems und weitere Bildungsfachleute intensiv auf die Anforderungen des neuen Lehrplans und den Umgang damit

vorbereitet. Mit Beginn der Einführung stehen zusätzlich ausgebildete Lehrplanexperten an den Schulen zur Verfügung.

In allen Schularten wurde übrigens eine Reform der Lehrpläne angestoßen. Und hier ist es von großem Vorteil, dass diese stets in enger Absprache mit allen für die Entwicklung der Pläne verantwortlich Zeichnenden geschieht. So ist auch gewährleistet, dass die Bildungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern an allen weiterführenden Schulen auf dem Lehrplan der Grundschule nahtlos aufbauen kann und somit alle Übergänge stimmig gestaltet werden können.

Einige Zeit kontrovers diskutierte Fragen sind nun festgelegt:

So eröffnet Bayern den Schulen bei der Frage der "richtigen" Schreibschrift die Möglichkeit, zwischen der Vereinfachten Ausgangsschrift und der Schulausgangsschrift zu wählen. Und in Mathematik fällt die Entscheidung nach der "richtigen" Methode des Vorgehens beim Subtrahieren auf das Abziehverfahren, um nur zwei Beispiele an dieser Stelle anzuführen.

Über das neuartige Lehrplaninformationssystem LIS können sich Lehrkräfte und Eltern eingehend über die Inhalte und anzustrebenden Kompetenzen informieren, erhalten aber auch Zugang zu vielen weiteren Hinweisen zur schulischen Arbeit.

Dazu sei auch explizit auf die Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verwiesen: http://www.km.bayern.de/ und www.lehrplanplus.bayern.de.

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