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Presseinfo

Nr. 356: 01.09.2014 
Wirtschaftsschulen

Wirtschaftsschule - neu ausgerichtet und kompetenzorientiert

Im kommenden Schuljahr 2014/2015 tritt nicht nur an den Grundschulen Bayerns eine neue Lehrplangeneration in Kraft, sondern auch an den Wirtschaftsschulen – angefangen mit der 7. Jahrgangsstufe. Die Schülerinnen und Schüler sollen somit fit für das Leben gemacht werden, indem nicht mehr nur das reine Fachwissen im Mittelpunkt steht, sondern Sozial-, Methoden- und Medienkompetenz an Bedeutung gewinnen. Lebenslanges Lernen ist heutzutage notwendiger denn je. Des Weiteren werden durch den kompetenzorientierten LehrplanPLUS die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz berücksichtigt.

Zeitgleich erfährt die Wirtschaftsschule aber auch noch eine inhaltliche Neuausrichtung; eine komplette Veränderung der Stundentafel, die einhergeht mit der Einführung neuer Fächer und der Abschaffung des H- und M-Zweiges. Jede Schülerin und jeder Schüler, der somit im Juli 2018 diese berufsvorbereitende Schule mit dem Mittleren Schulabschluss verlässt, hat außerdem das Fach Mathematik bis zur 10. Klasse belegt. Für einen erleichterten Anschluss an die Fachoberschule ist dies sicherlich von Vorteil. Neben der Allgemeinbildung liegt allerdings weiterhin der Schwerpunkt bei der Wirtschaftsschule auf der beruflichen Grundbildung. Die zentralen Fächer sind zukünftig „Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle (BSK)“ sowie „Übungsunternehmen (ÜU)“, in denen die Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben im Bereich Wirtschaft und Verwaltung bestens vorbereitet werden.

Um all diesem gerecht zu werden hat das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München frühzeitige Planungen und Fortbildungen initiiert. So wurden bereits 2012/2013 von der Regierung der Oberpfalz gemeinsam mit der Regierung von Niederbayern jeweils drei Multiplikatoren benannt, die federführend die regionalen Lehrerfortbildungen durchführen sollten. In speziellen Beraterausbildungen an der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen durch Mitarbeiter des ISB erhielten sie den hierfür notwendigen Input.

Im Regierungsbezirk Oberpfalz wurden anschließend nicht nur die Schulleitungen und die Fachbetreuer über diese Veränderungen informiert und geschult, sondern jede einzelne Lehrkraft an den acht Oberpfälzer Wirtschaftsschulen. Im Bereich der Unterrichtsentwicklung stand vor allem die Erstellung von kompetenzorientierten Aufgaben und die fächerübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt der regionalen und schulinternen Lehrerfortbildungen. Spezielle „Starter-Team“-Veranstaltungen für die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer der 7. Klassen dienten außerdem dem Austausch und der Netzwerkbildung - ohne die so eine „Mammutaufgabe“ nicht zu bewältigen ist. Ein besonderes Augenmerk wird außerdem auf die Nachhaltigkeit gelegt. So werden die Wirtschaftsschulen mit ihren Kollegien in den nächsten Jahren durch ein spezielles Fortbildungsangebot der Regierung der Oberpfalz weiterhin begleitet und unterstützt.

Die Wirtschaftsschule bleibt damit auch in der Zukunft eine konkurrenzfähige Alternative in der bayerischen Schullandschaft, die sowohl von Eltern, SchülerInnen und der privaten Wirtschaft geschätzt wird.

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