Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 341: 22.08.2014 
Berufliche Schulen - „Herzwerker“ – ein nachgefragter Beruf!

„Wir brauchen mehr Menschen, die mit Herzblut in der Pflege arbeiten!“ sagte die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Frau Melanie Huml, anlässlich des Bayerischen Tages der Ausbildung. Bereits seit 2009 gibt es die Kampagne „Sprungbrett Altenpflege – HERZWERKER werden!“. Für eine starke Zukunft der Altenpflege haben sich Leistungserbringer, Kostenträger und die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit mit dem Bayerischen Sozialministerium zusammengeschlossen zum „Bündnis für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in der Altenpflege in Bayern“. Seitdem sind die Ausbildungszahlen in Bayern um ca. 25 % gestiegen.

Der Begriff „Herzwerker“ leitet sich wie folgt ab: „Es gibt Handwerker Es gibt Kopfarbeiter. Und es gibt Menschen, die nicht nur mit Hand und Köpfchen arbeiten wollen, sondern noch etwas mehr suchen. Die mit anderen Menschen arbeiten möchten. Professionell und engagiert. Und denen es Spaß macht, anderen Menschen mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln, ihnen Perspektiven zu eröffnen, sie zu fördern und zu begleiten. Die aber auch ihre eigene berufliche Perspektive nicht aus den Augen verlieren. Das sind „Herzwerker.“

Das Berufsbild der Altenpflegerinnen und Altenpfleger ist vielfältig und offenbart Akzeptanz und Respekt. Der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten steht im Mittelpunkt. Altenpflege bedeutet aber nicht nur die Pflege alter Menschen, sondern auch das Management des eigenen Könnens und des beruflichen Potentials. Sie bietet Ihnen zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten wie z. B. zur gerontopsychiatrischen Fachkraft, Pflegedienstleitung, zur bzw. zum Qualitätsbeauftragten. Auch ein weiterführendes Studium wie z. B. Pflegemanagement oder Pflegepädagogik ist eine interessante Perspektive.

Die Pflege, insbesondere die Altenpflege, wird sich zukünftig zu einem sehr wichtigen Dienstleistungsbereich in unserer Gesellschaft weiterentwickeln müssen. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird aufgrund der demographischen Entwicklung weiterhin ansteigen. Im Jahr 2020 sind für Bayern fast 1,4 Millionen Menschen über 70 Jahre prognostiziert. Diese aktuellen Prognosen stellen alle Beteiligten und die Gesellschaft vor die Herausforderung, die bisher üblichen Pflege-, Lebens- und Wohnformen noch stärker auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen abzustimmen und diese ggf. zu verändern.

Die Entwicklung der Ausbildungszahlen in der Altenpflege (AP), Krankenpflege (KP) und Kinderkrankenpflege (KiKP) in der Oberpfalz ist – wie der nachstehenden Grafik zu entnehmen ist – erfreulich.

Grafik

Jetzt im Sommer 2014 haben mehr als 240 Altenpfleger/-innen, über 300 Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen sowie ca. 30 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen die Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Die ausgebildeten Fachkräfte sind bestens für die Zukunft gerüstet und werden aufgrund des sog. „Pflegenotstandes“ auf dem Arbeitsmarkt sehr gut nachgefragt.

In der Oberpfalz gibt es elf Berufsfachschulen für Altenpflege, zehn Berufsfachschulen für Krankenpflege und drei Berufsfachschulen für Kinderkrankenpflege. Die dreijährige Ausbildung gliedert sich in theoretischen und praktischen Unterricht an der Berufsfachschule sowie in eine praktische Ausbildung in einer Pflegeeinrichtung (z. B. Krankenhaus, ambulanter Pflegedienst, Senioreneinrichtungen). Die Schüler/-innen schließen mit diesen Einrichtungen Ausbildungsverträge und erhalten eine Ausbildungsvergütung.

Der Trend geht hin zu einer gemeinsamen Ausbildung der bislang drei eigenständigen Berufe, zur sog. einheitlichen (generalistischen) Pflegeausbildung, deren Einführung auch im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien auf Bundesebene verankert wurde.

In Bayern gibt es bereits seit 2010/11 den Schulversuch „Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“. In der Oberpfalz nehmen daran insgesamt sieben Berufsfachschulen teil. Die im Schulversuch gemachten Erfahrungen sind bisher sehr positiv.

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Vertreter: Dr. Robert Feicht (Telefon: 0941 5680-1375)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]