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Presseinfo

Nr. 337: 20.08.2014 
Berufsschulen

Der Büromanager – ein Beruf der viele Erwartungen erfüllen muss

Endlich ist es soweit! Nach jahrelangen Verhandlungen trat am 01.08.2014 der neue Beruf „Kaufmann für Büromanagement“ in Kraft. Die alten Büroberufe werden durch ihn abgelöst. Dadurch entsteht Deutschlands größter kaufmännischer Ausbildungsgang, mit über 90.000 Ausbildungsverträgen. Die Regierung der Oberpfalz rechnet mit 1.600 Lehrlingen, die flächendeckend an sieben Berufsschulstandorten im Regierungsbezirk unterrichtet werden.

Die neue Konzeption erfüllt die von allen Seiten erhobene Forderung nach einem echten „Allrounder“, der gleichermaßen für Industrie, Handel, Handwerk und für den öffentlichen Dienst geeignet ist. Experten sind sich einig, dass in den vergangenen Jahren zu viele Berufe entstanden sind. Derzeit wird in 140 von 349 anerkannten Ausbildungsberufen lediglich 1 % der Jugendlichen ausgebildet. Diese Zersplitterung hat gravierende Folgen. Vor allem in ländlichen Gegenden wird es vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen immer schwieriger, das komplette berufliche Bildungsangebot aufrechtzuerhalten. Beschulungsangebote müssen großflächig gebündelt werden, was für viele Jugendliche zu langen Schulwegen führt und somit zu einem Attraktivitätsverlust für den einzelnen Beruf. Mit dem neuen Berufsprofil soll dies verhindert werden.

Inhalt der Ausbildung
Um den verschiedenen Bedürfnissen der Betriebe gerecht zu werden, können die Unternehmen für ihre Auszubildenden aus unterschiedlichen Wahlqualifikationen wählen und somit passgenau ausbilden. Die Wahlqualifikationen umfassen 10 Module. Bei Vertragsabschluss müssen davon zwei bestimmt werden, von denen wiederum ein Modul abgeprüft wird. Für einen dritten Qualifikationsbaustein kann sich ein Auszubildender zusätzlich zertifizieren lassen, so dass für besonders leistungswillige Jugendliche ein attraktives Zusatzangebot vorhanden ist. Zwei Module sind speziell für den öffentlichen Dienst konzipiert. Lehrlinge aus diesem Bereich erhalten zudem eine überbetriebliche Schulung an den Verwaltungsschulen Nürnberg oder München.

Was den schulischen Teil der Ausbildung betrifft, so wird die bisherige Fächerorientierung zugunsten einer verstärkten Handlungsorientierung aufgegeben. Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die Vermittlung von berufsbezogenen und berufsübergreifenden Kompetenzen. Sie sollen den jungen Menschen befähigen, sich in einer immer schneller verändernden Wissensgesellschaft zurechtzufinden. Zahlen belegen, dass fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung nur noch etwa 50 % der Auszubildenden in ihrem erlernten Beruf tätig sind. Von daher ist es wichtig, dass in der beruflichen Erstausbildung die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden, auf deren Grundlage ein lebenslanges Lernen gelingen kann. Der Kaufmann für Büromanagement scheint hierfür die idealen Voraussetzungen zu bieten.

Um die Lehrkräfte auf den neuen Beruf vorzubereiten, hat die Regierung der Oberpfalz bereits im vergangenen Jahr eine Fortbildungsreihe gestartet. In zehn Veranstaltungen wurden sämtliche im neuen Beruf unterrichteten Pädagogen auf die Neukonzeption vorbereitet, so dass ab September für die jungen Oberpfälzer „Büromanager“ ein optimaler Berufseinstieg gewährleistet wird.

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