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Presseinfo

Nr. 095: 08.07.2005 
Hinweis zur Verkehrssituation im Raum Amberg/Schwandorf

Am 27.07.05 wird ein Teilstück der BAB A 6 im Bereich Wernberg-Köblitz für den Verkehr freigegeben. Ab diesem Zeitpunkt steht für Wernberg-Köblitz, dessen Bewohner seit der Grenzöffnung außergewöhnliche Belastungen durch den Lkw-Verkehr hinnehmen mussten, eine leistungsfähige Ortsumgehung zur Verfügung; zudem ist es möglich, den Ortskern vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Durch die Eröffnung des neuen Teilabschnitts der A 6 werden sich die Verkehrsströme in der mittleren Oberpfalz verändern. Der Verkehr soll auf dem neuen Teilstück der A 6, der A 93 bis Schwandorf und anschließend auf der B 85 bis zur A 6 Amberg-Ost (und umgekehrt) bleiben.

Um sicherzustellen, dass der überörtliche Lkw-Verkehr tatsächlich diese Route nutzt, wurde ein Verkehrskonzept entwickelt. Das Konzept sieht unter anderem eine Verbesserung der wegweisenden Beschilderung vor. Der (vor allem ausländische) Lkw-Fahrer soll künftig mittels Piktogrammen den Weg über die im Vergleich zur B 14 schnellere Route A 6 ? A 93 ? B 85 nach Amberg finden (und umgekehrt). Die Piktogramme (Symbol ?Lkw über 3,5 t und Omnibusse?) sollen an ausgewählten Knotenpunkten auf die vorhandene Beschilderung aufgesetzt werden und so eine lückenlose Verkehrsführung ermöglichen.

Weiterhin soll der Lkw-Verkehr durch dynamische, frei programmierbare Informationstafeln Hinweise auf etwaige Verkehrsstörungen / Staus auf der B 14 erhalten, um dann diese Strecke zu meiden.

Im Einzelnen ist vorgesehen:

1. B 14: Ortsdurchfahrt Wernberg-Köblitz

Im Bereich der Ortsdurchfahrt müssen jetzt dringend notwendige Baumaßnahmen durchgeführt werden, die bisher aufgeschoben wurden, da keine geeignete Umleitung für den Schwerverkehr vorhanden war. Es handelt sich hier um die Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen im Straßenkörper, um den Neubau einer Naabbrücke und um den Einbau neuer Kanalschächte. Dazu sind Straßensperrungen nötig.

Nach Abstimmung mit dem Bayer. Staatsministerium des Innern wird die Regierung der Oberpfalz die Sperrung der Ortschaft für den Lkw-Verkehr über 7,5 t auch nach Beendigung der Baumaßnahme aufrechterhalten. Rechtliche Grundlage hierfür ist § 45 StVO, der Verkehrsbeschränkungen aus Gründen des Lärm- und Abgasschutzes und aus Gründen der Sicherheit und Ordnung des Verkehrs zulässt. Diese Vorschrift ist anwendbar, da der Lärm in Wernberg-Köblitz die Zumutbarkeitsgrenze bei weitem überschreitet, die an der Straße liegenden Häuser nicht mit Schallschutzfenster ausgestattet sind und mit der A 6 eine Umfahrung zur Verfügung steht, die nach ihrer Funktion gerade auch den Ortskern vom Lkw-Durchgangsverkehr entlasten soll.

Damit die einheimischen Betriebe und das Gastgewerbe auch weiterhin angefahren werden können und eine Strecke für den ?nicht-autobahnfähigen? Verkehr (Landwirtschaft) zur Verfügung steht, werden Anlieger vom Durchfahrtsverbot ausgenommen.

2. Verkehrsbeschränkungen westlich der A 93 auf der B 14

Auch in den Ortsdurchfahrten von Schnaittenbach, Hirschau und Gebenbach stehen dringend notwendige Sanierungsarbeiten an. Diese bedingen längerfristige lokale Verkehrsbeschränkungen.

Da bereits jetzt die Ortsdurchfahrten wegen des starken Durchgangsverkehrs an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt sind, wird die B 14 während der Zeit der Bauarbeiten gesperrt. Anliegerverkehr zu den am Standort gelegenen Betrieben und Fahrzeuge, die zum Zollamt Amberg wollen, werden von der Sperrung ausgenommen.

Auf sämtliche Sperrungen wird bereits auf der A 6 hingewiesen.

3. Schwarzenfeld

Befürchtungen, der Verkehr könne sich nach der Freigabe der Autobahn bei Wernberg eine neue Route über die Staatsstraße 2151 durch Schwarzenfeld zur A 6 in Richtung Nürnberg (und umgekehrt) suchen, werden nicht geteilt, denn auf dieser Strecke - der Staatsstraße 2151 - stehen noch in diesem Jahr Bauarbeiten an.

Als primäre Maßnahme wird hier voraussichtlich bereits in der ersten Augustwoche der Übergang der Fahrbahn zur Brücke über die Bahnstrecke instandgesetzt; bei diesem Übergang sind durch Setzungen größere Unebenheiten in der Fahrbahn entstanden.

Nachdem in der Ortsdurchfahrt von Schwarzenfeld im letzten Jahr die ?große Naabbrücke? einen neuen Überbau erhalten hat und damit grundlegend instandgesetzt wurde, steht jetzt die Sanierung der ?kleinen Naabbrücke? an. Hier ist es vorgesehen, die gesamten schadhaften Gehwegbereiche einschließlich der Geländer komplett zu erneuern und eine neue Fahrbahndecke aufzubringen. Die Bauarbeiten werden zur Zeit vorbereitet und in Kürze ausgeschrieben, so dass die Arbeiten auf einer Fahrbahnseite im September 2005 beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Sobald es die Witterung im Frühjahr zulässt, können dann die Arbeiten auf der anderen Fahrbahnseite in Angriff genommen und dann voraussichtlich im Sommer 2006 abgeschlossen werden.

Alle diese Bauarbeiten in Schwarzenfeld lassen sich nur unter halbseitiger Sperrung des Verkehrs durchführen, sodass es in dieser Zeit zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen wird, die diese Strecke "unattraktiver" machen.

4. Kontrollen und Überwachung

Um aussagekräftige Daten über die Verkehrsverlagerung nach Teileröffnung der A 6 zu erhalten, wird das Straßenbauamt vergleichende Zählungen vornehmen. Es wird erwartet, dass sich der Verkehr ab 28.07.2005 von der B 14 weg auf die zwar längere, aber schnellere Trasse der B 85 verlagert.

Da Schwerverkehr in Ortsdurchfahrten auch immer ein gewisses Sicherheitsrisiko darstellt, wird das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in Zukunft verstärkt Lkw kontrollieren. Die Kontrollen beinhalten die Prüfung der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten durch die Fahrer.

Die Regierung der Oberpfalz gibt daher die dringende Empfehlung, die genannten Straßen zu meiden und großräumig zu umfahren.

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