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Presseinfo

Nr. 237: 10.09.2013 
Situation an den Förderschulen der Oberpfalz im Schuljahr 2013/14

Im Schuljahr 2013/14 sind die Schülerzahlen gegenüber dem vergangenen Schuljahr insgesamt (Förderschulen, Förderberufsschulen Schule für Krank) um 93 Schüler und 9 Klasssen zurückgegangen. Bei 456 Klassen entspricht dieser Schülerrückgang im Schnitt 0,20 Schüler pro Klasse.

Der höchste Schülerrückgang ist mit 59 Schülern an den Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache, Verhalten zu verzeichnen. Bei 209 Klassen und 2512 Schülern sind es dennoch nur 0,28 Schüler pro Klasse. Die durchschnittliche Schülerzahl beträgt 12,02 Schüler pro Klasse.

Der Schülerrückgang an den SFZ beruht neben dem allgemeinen Geburtenrückgang insbesondere auf der sehr erfolgreichen Arbeit der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste mit dem Ziel, die Schüler im Rahmen der Inklusion an die Volksschule zurückzuführen oder dort zu belassen und sie überwiegend in den derzeit geplanten ca. 64 Kooperationsklassen zu unterrichten. Die Anzahl der MSD-Stunden sowie die Stunden für die Mobile Sonderpädagogische Hilfe im Kindergarten und in der Frühförderung werden in etwa gleich bleiben.

Am Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (Pater-Rupert-Mayer-Schule) hat sich die Schülerzahl mit ca. 325 Schülern und 30 Klassen bei einem Schnitt von 10,83 Schülern pro Klasse um 0,09 Schüler verringert.

An den beiden Schulen zur Erziehungshilfe ist die Schülerzahl um 6 Schülergestiegen, während die Klassenzahl mit 17 Klassen unverändert blieb.

An den 6 Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist die Schülerzahl ebenfalls gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 17 Schüler weniger bei insgesamt 714 Schülern in 81 Klassen und einem Schnitt von 8,81 Schülern pro Klasse.

Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Regensburg und Mitterteich erhalten weiterhin die Möglichkeit, in einer Tandemklasse gemeinsamen Unterricht durch eine Grundschullehrerin und eine Sonderschullehrerin zu erhalten. Die Schülerschaft setzt sich zusammen aus mindestens 7 Schülern mit Förderbedarf in der geistigen Entwicklung und etwa 16 -18 Schülern ohne Förderbedarf. Für jede Tandemklasse wird eine Sonderschullehrkraft abgeordnet. Die beiden Tandemklassen sind an der Grundschule Mitterteich und an der Konrad-Grundschule in Regensburg angesiedelt.

In der Oberpfalz erhalten alle Schulen, denen das Profil „Inklusionsschule“ zugesprochen wurde, durch eine weitere Abordnung von Sonderschullehrern (mit 13 Stunden) an GS- und Mittelschulen zusätzlich eine ganzjährige Unterstützung. Im Schuljahr 2013/14 wurde die Anzahl dieser Schulen (mit dem Schulprofil Inklusion) von 8 auf 11 Schulen erhöht.

Sehr beliebt bei den Eltern von Schülern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung sind weiterhin die Partnerklassen an Grund- und Mittelschulen. Die Anzahl von derzeit 14 Partnerklassen bleibt voraussichtlich konstant. Die Partnerklasse an einer Berufsschule wird weitergeführt, ebenso die Partnerklasse einer Berufsschule an einer Förderschule.

Die bestehenden Stütz- und Förderklassen für Schüler mit sehr hohem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich können auch im neuen Schuljahr weitergeführt werden (7 Klassen für Grundschüler und 3 Klassen für Hauptschüler). Die vorhandenen Stütz- und Förderklassen gewährleisten, dass Schüler mit einem sehr großen emotional-sozialen Förderbedarf die passende schulische Ganztagsförderung in der Nähe ihres Wohnortes erhalten.

Speziel für Schüler mit schulvermeidendem Verhalten wird in Regensburg am SFZ Jakob-Muth-Schule eine Unterrichtsgruppe mit 8 Schülern fortgeführt, die Unterricht und Praktikum sowie Unterstützung durch die Jugendhilfe anbietet. Ziele sind eine Rückführung in die Schule und ein Schulabschluss.

Die Schule für Kranke Regensburg mit Außenstellen in Regensburg, Weiden, Cham und am Universitätskllinikum in Regensburg verzeichnet derzeit 105 Schüler in 12 Klassen. Die Zunahme gegenüber dem vergangenen Schuljahr um 22 Schüler ist auf einen zusätzlichen Schulstandort der KJP in Amberg zurückzuführen

An den drei Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung (Grafenwöhr, Schwandorf, Regensburg) werden sich die Schülerzahlen voraussichtlich um 21 Schüler verringern.

Das im vergangenen Schuljahr begonnene Modellprojekt „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“ wird weitergeführt. In der Oberpfalz wurden die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung des St. Michael-Werks Grafenwöhr und die Europa-Berufsschule Weiden als Tandem 1 sowie die staatlich anerkannte Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung im Haus des Guten Hirten der Katholischen Jugendfürsorge e.V. und das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburg Land als Tandem 2 ausgewählt. Beide Berufsschultandems entwickeln und erproben Konzepte, die es ermöglichen, Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen und emotionale und soziale Entwicklung zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus der Regelberufsschule zu unterrichten und einen regulären Berufsschulabschluss im dualen System zu ermöglichen. Das Modellprojekt wird u.a. unterstützt durch die Stiftung Bildungspakt Bayern.

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