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Presseinfo

Nr. 223: 02.09.2013 
Initiative Bildungsregionen in Bayern – aktueller Sachstand im Regierungsbezirk Oberpfalz

Über 40 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte aus allen Regierungsbezirken haben die Initiative von Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bereits aufgegriffen. Sie wollen sich zu einer „Bildungsregion“ entwickeln und damit die Bildungs-, Ausbildungs- und Teilhabechancen für die jungen Menschen vor Ort verbessern. Die Landräte und Oberbürgermeister sollen auf dem Weg ihrer Gebietskörperschaft zum Gütesiegel „Bildungsregion“ die Schulen mit den relevanten Kooperationspartnern, den Kommunen, der Jugendhilfe, der Arbeitsverwaltung, den Wirtschaftsorganisationen und den Unternehmen vor Ort an einem Runden Tisch zusammenbringen mit dem Ziel, die Bildungsangebote und -qualität vor Ort für die jungen Menschen zu verbessern.

Aktuell haben sich im Regierungsbezirk Oberpfalz die Gebietskörperschaften Neumarkt in der Oberpfalz, Tirschenreuth, Cham und Weiden in der Oberpfalz der Initiative angeschlossen. Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz findet im November 2013 bereits das zweite Dialogforum statt.

Ziele der Initiative Bildungsregionen in Bayern

Oberstes Ziel der Umsetzung einer Bildungsregion ist es, die Zukunft der jungen Menschen in der Region mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern. Den Landkreisen und kreisfreien Städten bietet sich mit dieser Initiative die Möglichkeit, die Bildungslandschaft aktiv mitzugestalten, indem ganzheitliche und vor allem nachhaltige Bildungsprozesse auf den Weg gebracht werden können. Im Zusammenwirken aller Bildungsakteure werden die Weichen gestellt, die Bildungsangebote und die Bildungsqualität in der Region zu verbessern. Hierbei steht die Vernetzung der jeweiligen Angebote vor Ort im Vordergrund. Ziel ist die Entstehung eines institutionalisierten Bildungsnetzes für die Region, das individuelle Wege zulässt und keinen jungen Menschen durch das Netz fallen lässt.

Handlungsfelder einer Bildungsregion

Aus Sicht des Kultusministeriums bieten Dialogforen die besten Voraussetzungen, die Arbeit aller am Prozess Beteiligten zu bündeln und Lösungen in der Region, aus der Region und für die Region zu erarbeiten.

Bei der Gestaltung der Bildungsregionen stehen inhaltlich fünf Handlungsfelder im Mittelpunkt. Diese Säulen gliedern sich wie folgt:

Säule 1:
Organisation und Gestaltung eines fließenden Überganges zwischen einzelnen Einrichtungen, so zum Beispiel beim Wechsel vom Kindergarten an die Grundschule

Säule 2:
Öffnung der Schulen in die Region durch Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten und Bildungsträgern

Säule 3:
Hilfe für junge Menschen, die sich in besonderen Lebensumständen befinden

Säule 4:
Stärkung der Bürgergesellschaft, indem man junge Menschen für die ehrenamtliche Jugendarbeit gewinnt oder beispielsweise den Lebensraum Schule gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern gestaltet

Säule 5:
Annahme der Herausforderungen des demografischen Wandels im Hinblick auf die Bildung als wesentlicher Standortfaktor

Grundlage dazu ist die Einrichtung von Arbeitskreisen zu den jeweiligen Handlungsfeldern. Diese erhalten Unterstützung von der Konferenz der Schulaufsicht und aktive Begleitung von dem verantwortlichen Koordinator für die Bildungsregion Oberpfalz.

Zukunftschancen

Am Ende des Prozesses kann das Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen den teilnehmenden Landkreisen und kreisfreien Städten nach eingehender Prüfung und Bewertung das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ verleihen, wenn das unter Mitwirkung des örtlichen Jugendhilfeausschusses erarbeitete Konzept den Zielen einer Bildungsregion entspricht.

Gewinner dieser Initiative sind aber nicht allein die jungen Menschen in der Region. Das Anheben der Zukunftschancen wirkt sich vor allem auch dann nachhaltig positiv auf die jeweiligen Gebietskörperschaften aus, wenn gut ausgebildete Menschen als qualifizierte Fachkräfte in der Region bleiben und so die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung entscheidend mitprägen können.

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