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Presseinfo

Nr. 038: 05.02.2013 
Zwischenzeugnisse – eine vorläufige Leistungsbilanz und wichtige pädagogische Ratschläge

Am 22. Februar 2013 werden den Schülerinnen und Schülern -auch- an den Oberpfälzer Schulen wieder ihre Zwischenzeugnisse für das Schuljahr 2012/13 ausgehändigt.
In der Jahrgangsstufe 4 erhielten sie schon am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Unterrichtswoche des Monats Januar statt eines Zwischenzeugnisses einen Zwischenbericht über ihre Leistungen in allen Fächern und Anfang Mai schließlich ein Übertrittszeugnis. Das Jahreszeugnis wird für alle am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgestellt.

Die Zwischenbilanz über die im ersten Halbjahr erbrachten Leistungen ermöglicht einen objektiven Blick auf die Ergebnisse der zurückliegenden Arbeit, auf sich abzeichnende Stärken und Schwächen. Zwischenzeugnisse können so die erfolgreiche Arbeit bestätigen und damit motivieren, den erreichten Stand zu halten oder gar zu steigern, vor allem aber auch auf Schwächen und sich anbahnende Fehlentwicklungen rechtzeitig aufmerksam machen. Spätestens jetzt ist für Eltern das Gespräch mit ihren Kindern und mit den zuständigen Lehrkräften dringend geboten, um notwendige Schritte für das zweite Halbjahr angehen zu können.

Eine eingehende Analyse der Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler hilft Lehrkräften und Eltern weiter. Denn es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, vorhandene Wissenslücken zu schließen, auf fundierte individuelle Fördermöglichkeiten zurückzugreifen und so mögliche Defizite und Schwächen zu mindern oder gar auszugleichen.

In diesem Zusammenhang rät auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner den Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern die Leistungen des ersten Halbjahres sachlich zu analysieren und in besonnenen Gesprächen aufzuarbeiten. Sie stellt heraus, dass das Positive dabei nicht als selbstverständlich übergangen werden sollte, sondern besonderes Lob verdient und mögliche Ursachen für Defizite gemeinsam abgeklärt werden müssten. Vergleiche mit Geschwistern oder Mitschülern, die bessere Zensuren haben, frustrieren eher und stehen einer zukünftigen Gewinn bringenden Arbeit entgegen.

Vielmehr bedürfen weniger angenehm verlaufende Entwicklungen der gezielten Unterstützung durch die Eltern, die in den Klassenlehrkräften die ersten Ansprechpartner finden, um gemeinsam individuelle Wege zu suchen, den Kindern wieder Mut zu machen und ihnen den nötigen Antrieb zu geben, ihr Leistungsbild zu verbessern.

Frau Regierungspräsidentin Brigitta Brunner lenkt erneut den Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten unseres Schulsystems: "Durch dessen hohe Durchlässigkeit eröffnet es unseren Schülerinnen und Schülern zahlreiche Bildungswege und auf Interessen und Fähigkeiten zugeschnittene Chancen."

Wichtig ist, dass Eltern schulische Minderleistungen Ihres Kindes nicht als persönliche Kränkung auffassen und sich zu unangemessenen Reaktionen hinreißen lassen.

Vorwürfe oder gar Strafandrohungen helfen nicht wirklich weiter. Damit würde man sein Kind nur zusätzlich belasten und es unnötig unter Druck setzen, was der weiteren Lernleistung sicher nicht dienlich wäre. Auch wenn nur in einzelnen Fächern positive Leistungen erbracht wurden, verdient das reichlich Lob.

Vielmehr sollte schon im Vorfeld der Zeugnisse mit den Kindern über die zu erwartenden Resultate gesprochen werden, um unangenehme Überraschungen und Fehlreaktionen zu vermeiden.

Lehrkräfte sind zunächst, wie oben schon angedeutet, die besten Ansprechpartner, wenn es um den pädagogisch angemessenen Umgang mit den Zensuren geht. Wertvolle Unterstützung bietet des Weiteren die Staatliche Schulberatungsstelle (Weinweg 2, 93049 Regensburg, Telefon: 0941 22036, Fax: 0941 22037, E-Mail: buero@sbopf.de) mit Empfehlungen für individuelle Beratungen. Daneben geben Beratungslehrkräfte, deren Adressen über die Schulleitungen oder Schulämter zu erfahren sind, sowie die Schulpsychologen der jeweiligen Schulämter gerne Auskunft.

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