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Presseinfo

Nr. 262: 31.08.2012 
Weiterführung der erfolgreichen Arbeit bei Förderschulen und Schulen für Kranke im neuen Schuljahr

Im Schuljahr 2012/13 sind die Schülerzahlen an den Förderschulen insgesamt um 69 Schüler zurückgegangen. Der höchste Schülerrückgang ist mit 64 Schülern an den Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Sprache, Verhalten zu verzeichnen.

Der Schülerrückgang an den SFZ beruht neben dem allgemeinen Geburtenrückgang insbesondere auf der sehr erfolgreichen Arbeit der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste mit dem Ziel, die Schüler an die Volksschule zurückzuführen oder dort zu belassen und sie überwiegend in den derzeit geplanten ca. 60 Kooperationsklassen zu unterrichten.

Am Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (Pater-Rupert-Mayer-Schule in Regensburg) bleibt die Schülerzahl mit ca. 332 Schülern und 30 Klassen bei einem Schnitt von 11,07 Schülern unverändert gleich.

An den 6 Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ist die Schülerzahl leicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 4 Schüler weniger bei insgesamt 742 Schülern in 84 Klassen und einem Schnitt von 8,83 Schülern pro Klasse.

Schüler der Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Regensburg und Mitterteich erhalten weiterhin in einer Tandemklasse gemeinsamen Unterricht durch eine Grundschullehrerin und eine Sonderschullehrerin. Die Schülerschaft setzt sich zusammen aus mindestens 7 Schülern mit Förderbedarf in der geistigen Entwicklung und etwa 16 -18 Schülern ohne Förderbedarf. Für jede Tandemklasse wird eine Sonderschullehrkraft abgeordnet.

In der Oberpfalz erhalten alle Schulen, denen das Profil „Inklusionsschule“ zugesprochen wurde, durch eine weitere Abordnung von Sonderschullehrern (mit mindestens 13 Stunden) an GS- und Mittelschulen zusätzlich eine ganzjährige Unterstützung. Im Schuljahr 2012/13 wurde die Anzahl dieser Schulen (mit dem Schulprofil Inklusion) von 4 auf 8 Schulen erhöht.

Sehr beliebt bei den Eltern von Schülern mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung sind die Partnerklassen an Grund- und Hauptschulen. Auch hier ist eine Zunahme um 12 auf nunmehr 14 Klassen zu verzeichnen Die Partnerklasse an einer Berufsschule wird weitergeführt, ebenso die Partnerklasse einer Berufsschule an einer Förderschule

Die Schülerzahlen an den Sonderpädagogischen Förderzentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, Verhalten sind im Vergleich zum Schuljahr 2011/12 um 64 Schüler gesunken. Im neuen Schuljahr werden 2606 Schüler in 217 Klassen unterrichtet. Dies entspricht einer durchschnittlichen Schülerzahl von 12,01 Schülern pro Klasse.

Die bestehenden Stütz- und Förderklassen für Schüler mit sehr hohem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich können auch im neuen Schuljahr weitergeführt werden (6 Klassen für Grundschüler und 2 Klassen für Hauptschüler). Zusätzlich werden zwei weitere Stütz- und Förderklassen eingerichtet, eine am SFZ Regensburg a.d. Harzstraße und eine am SFZ Neustadt a.d.Waldnaab. Dadurch ist gewährleistet, dass Schüler mit einem sehr großen emotional-sozialen Förderbedarf die passende schulische Ganztagsförderung in der Nähe ihres Wohnortes erhalten.

Die Schule für Kranke Regensburg mit Außenstellen in Regensburg, Weiden, Cham und am Universitätskllinikum in Regensburg verzeichnet derzeit 83 Schüler in 10 Klassen.

An den drei Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung (Grafenwöhr, Schwandorf, Regensburg) werden sich die Schülerzahlen voraussichtlich um 45 Schüler erhöhen.

Neu im Schuljahr 2012/13 ist das Modellprojekt „Inklusive berufliche Bildung in Bayern“. In der Oberpfalz wurden die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung des St. Michael-Werks Grafenwöhr und die Europa-Berufsschule Weiden als Tandem 1 sowie die staatlich anerkannte Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung im Haus des Guten Hirten der Katholischen Jugendfürsorge e.V. und das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburg Land als Tandem 2 ausgewählt. Beide Berufsschultandems entwickeln und erproben Konzepte, die es ermöglichen, Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen und emotionale und soziale Entwicklung zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus der Regelberufsschule zu unterrichten und einen regulären Berufsschulabschluss im dualen System zu ermöglichen. Das Modellprojekt wird u.a. unterstützt durch die Stiftung Bildungspakt Bayern.

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