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Presseinfo

Nr. 086: 20.03.2012 
Wichtige Änderung bei den Heilberufen zum 1. April

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen am 01.04.2012 ändern sich die Vorschriften über die Berufszulassung in den akademischen Heilberufen (Arzt, Zahnarzt, Apotheker, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Tierarzt). Alle Absolventen haben –ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit- nunmehr die Möglichkeit, die Approbation zu erhalten, soweit sie ein Studium in den Mitgliedstaaten der EU, des EWR und der Schweiz nachweisen. Sie können keine Berufserlaubnis (mehr) erhalten. Wurde das Studium außerhalb der genannten Staaten absolviert, wird auch weiterhin geprüft, ob die ausländische Ausbildung gleichwertig ist. Die bisherige Möglichkeit einer (nachrangigen) Berufserlaubnis an Stelle einer Approbation entfällt weitgehend.

Für alle Personen, die im Besitz einer Berufserlaubnis sind, bleibt diese auch über den 01.04.2012 hinaus für den ausgestellten Zeitraum gültig. Ein Antrag auf Erteilung der Approbation sollte jedoch rechtzeitig vor Ablauf dieser Berufserlaubnis gestellt werden. Antragstellende, denen eine Berufserlaubnis auf Grund einer sog. Privilegierung (z. B. als Ehemann/Ehefrau eines/r EU-/EWR-Staatsangehörigen) erteilt wurde, haben die Möglichkeit, diese über den 01.04.2012 hinaus noch nach der bisher gültigen Rechtslage verlängern zu lassen, wenn sie bis zum 01.07.2012 die Erteilung der Approbation bei der zuständigen Behörde beantragen. Für alle übrigen Antragstellenden gilt, dass eine weitere Verlängerung der Berufserlaubnis in der Regel nicht mehr möglich ist. Nach Ablauf der Berufserlaubnis kann der jeweilige akademische Heilberuf nur noch auf der Grundlage einer Approbation ausgeübt werden. Die bereits bisher zeitlich, örtlich und auf bestimmte Tätigkeiten beschränkte Berufserlaubnis kann künftig grundsätzlich nur mehr für eine Gesamtdauer von höchstens zwei Jahren bei Ärzten, Zahnärzten und Apothekern, höchstens drei Jahren bei Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie von höchstens vier Jahren bei Tierärzten erteilt werden.

Einzelheiten zur künftigen Rechtslage finden Sie für Ärzte/Zahnärzte unter der Rubrik „Gesundheitsrecht“ in unserem Internetauftritt (http://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/download/gesundh/index.htm).

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