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Presseinfo

Nr. 032: 19.01.2012 
Städtebauförderung – Bilanz 2011

281 Bewilligungsbescheide an 71 Städte und Gemeinden mit insgesamt 17,4 Millionen Euro an Fördermitteln: Damit war 2011 für die Städtebauförderung in der Oberpfalz wieder ein sehr gutes Jahr, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass Maßnahmen der Stadterneuerung im Schnitt das 8-fache an bauwirksamen Investitionen auslösen. Damit ist die Städtebauförderung mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 50,7 Millionen Euro auch ein wichtiger Motor für die Wirtschaft in der Oberpfalz.

Mit diesen Geldern helfen der Freistaat Bayern, der Bund, die EU und die Regierung der Oberpfalz als Bewilligungsstelle den Städten und Gemeinden bei vielfältigen städtebaulichen Aufgaben. Der Demographische Wandel stellt insbesondere die Gemeinden in den peripheren ländlichen Räumen der Oberpfalz vor große Herausforderungen. Zielgerichtet fließt deshalb auch der weit überwiegende Teil der Städtebauförderungsmittel in diese Räume. Bayerischer Spitzenreiter in der regionalen Mittelverteilung 2007–2011 ist der Landkreis Tirschenreuth: Wir konnten hier z.B. 251,4 Euro je Einwohner bereitstellen, während der Landesdurchschnitt nur 54,5 €/E beträgt. In vielen Gemeinden kann die Regierung der Oberpfalz wichtige Projekte sogar mit einem erhöhten Fördersatz von 80% finanzieren helfen.

Diese Fokussierung der Förderprogramme speziell auf demographische Probleme wird in den nächsten Jahren noch vertieft, die Städtebauförderung wird damit für die Oberpfalz noch wertvoller.

Das breite Spektrum der Städtebauförderung wird an einigen Beispielen aus verschiedenen Handlungsfeldern deutlich:

Mit dem neuen Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" konnten wir 2011 für 5 interkommunale Kooperationen ca. 1,3 Mio Euro bereitstellen. Mit diesem Programm unterstützen wir insbesondere Kommunen in dünner besiedelten ländlichen Gebieten, die besonders von den demographischen Veränderungsprozessen betroffen sind.

Ein Beispiel: In der Kooperation "Brückenland Bayern-Böhmen" arbeiten 10 Gemeinden aus dem Landkreis Schwandorf und eine aus dem Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab an gemeinsamen Strategien zur Stabilisierung ihrer Ortszentren. Gemeinsame Probleme – dramatische Leerstände in den Ortskernen, mindergenutzte, bzw. wegbrechende Infrastruktureinrichtungen, fehlende Nahversorgung – können am besten mit gemeinsam erarbeiteten, abgestimmten Handlungskonzepten angegangen werden. Die Sicherung attraktiver Lebensbedingungen in diesen Gemeinden braucht eine besondere staatliche Unterstützung, dazu leistet die Regierung der Oberpfalz mit der Städtebauförderung einen wichtigen Beitrag.

In Waldsassen, Landkreis Tirschenreuth, wurde 2011 ein neuer "Skaterpark" eingeweiht. Aus einer in vielerlei Hinsicht negativ belastenden Gewerbebrache am Ortseingang konnte eine attraktive Freizeitanlage besonders für junge Menschen geschaffen werden. Mit den Mitteln der Städtebauförderung i.H.v. insgesamt 552.800 Euro (345.500 Euro EU-Mittel und 207.300 Euro Landesmittel) wurde hier nicht nur ein städtebaulicher Misstand beseitigt, sondern auch ein deutliches Zeichen gegen die in dieser Region besonders ausgeprägte Überalterung der Bevölkerung gesetzt.

In der Marktgemeinde Königstein im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde 2011 der Umbau des alten Freibades zu einem modernen Naturbad abgeschlossen. Dieses für die Städtebauförderung eher ungewöhnliche Projekt konnte mit insgesamt 664.600 Euro (495.500 Euro EU-Mittel und 169.100 Euro Landesmittel) gefördert werden. Eingebunden in ein Städtebauliches Entwicklungskonzept wurden mit dem neuen Naturbad mehrere Sanierungsziele erreicht: Das Handlungsfeld Tourismus erhält ein neues, attraktives Angebot. Schon der erste Sommer im betrieb belegt dieses Potential und die daraus resultierenden Entwicklungspotentiale für den Ortskern. Das Naturbad passt hervorragend in die ökologische Neuausrichtung der Marktgemeinde. Auch die anspruchsvollen energetischen Zielsetzungen werden mit dem umgebauten Bad beispielhaft erreicht. Ein intelligenter Rückbau von Infrastruktureinrichten wird für viele Gemeinden der richtige Weg sein, um ein attraktives Angebot für die Bürger langfristig zu sichern.

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