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Presseinfo

Nr. 007: 18.01.2005 
Bibermanagement in der Oberpfalz erfolgreich installiert

Das seit 2003 in der Oberpfalz installierte Bibermanagement hat sich im vergangenen Jahr gut etabliert. Von den Landratsämtern wurden mittlerweile mehr als 40 ehrenamtlich tätige Biberbetreuer, Biberberater oder auch Bibermanager berufen. Diese dienen von Biberschäden betroffenen Bürgern oder Kommunen als erste Ansprechpartner. Dabei konnten sie Aufklärungsarbeit leisten, Möglichkeiten zur Vermeidung künftiger Schäden sowie Fördermöglichkeiten für Präventionsmaßnahmen aufzeigen und gegebenenfalls auch den Fang von Bibern befürworten.

Aufgrund der häufig fehlenden sonstigen Möglichkeiten (z.B. Schutzzäune oder Stahlmatten) führen die "Aktivitäten" der Biber leider häufig zum Fang der Biber, als einzigem Weg zur kurzfristigen Hilfe für betroffene Bürger (z.B. Teichwirte, Landwirte, Forstwirte). Das Fangen ist trotz der strengen Schutzbestimmungen rechtlich zulässig, jedoch bedarf es stets einer Einzelfallentscheidung. Im vergangen Jahr genehmigte so die dafür zuständige Regierung der Oberpfalz bei mehr als 100 Problemfällen, die nicht anderweitig gelöst werden konnten, den Fang von Bibern. Etwa zwei Drittel davon betrafen Teichanlagen, deren Betrieb zurzeit nur durch solche Fänge gesichert werden kann. Im Rahmen dieser Genehmigungen wurden 2004 etwa 125 Biber gefangen. Davon wiederum konnten 40 in andere Länder wie beispielsweise Serbien oder Ungarn verbracht werden. Dort laufen ? wie in nahezu allen mitteleuropäischen Ländern ? Projekte zur Wiederansiedlung von Bibern. Die dabei den durchführenden Bibermanagern des Bundes Naturschutz entstandenen Kosten wurden in den vergangenen Jahren von diesen weitgehend privat getragen. Erst seit kurzem bezuschusst der Bayerischen Naturschutzfonds, eine öffentlich-rechtliche Stiftung, die dabei entstehenden Kosten.

Die nicht "exportierten" Biber mussten, da keine sonstige Verwendung beispielsweise in Zoos oder Tierparks möglich ist, leider getötet werden.

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93039 Regensburg
Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
 
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