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Presseinfo

Nr. 397: 15.12.2011 
Asylbewerber nehmen zu - Regierung sucht Unterkünfte

Seit geraumer Zeit steigt die Zahl der neu ankommenden Asylbewerber in Bayern wieder spürbar an. Waren es im Jahr 2007 noch knapp 3000 Neuankömmlinge, galt es im vergangenen Jahr bereits mehr als 6000 Asylbewerber auf die bereits voll belegten Gemeinschaftsunterkünfte zu verteilen. Die Antragsteller kommen hauptsächlich aus Afghanistan, Irak, Iran, Syrien und Pakistan. Da vom Gesetzgeber eine gleichmäßige Verteilung der Asylbewerber in die einzelnen Regierungsbezirke vorgesehen ist, wirkt sich diese Entwicklung auch auf die Oberpfalz aus. Waren am 31.12.2009 noch 629 Personen in der Oberpfalz in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, betrug die Zahl zum 31.12.2010 bereits 823 Asylbewerber. Zum Ende des Jahres 2011 werden es rund 1.050 Personen sein. Aktuell betreibt die Regierung der Oberpfalz Unterkünfte an 8 Standorten mit insgesamt 1067 Plätzen. 2011 konnten zwei Gemeinschaftsunterkünfte mit ca. 130 Plätzen neu angemietet werden, als Ergebnis von über 40 besichtigten Gebäuden. Mangelhafter Zustand, isolierte Lage oder schlicht entgegenstehendes Baurecht gestalten die Suche schwierig. Ohne Unterstützung der Gemeinden und Landkreise ist die Aufgabe, Asylsuchende angemessen unterzubringen, nicht zu bewältigen. Gleichzeitig gehen die Prognosen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge von einem konstant hohen Zustrom aus den genannten Ländern sowie aus Serbien, Kosovo, Albanien und der Russischen Föderation aus. Daher hat sich nun Regierungspräsidentin Brigitta Brunner an die Landräte und Oberbürgermeister gewandt, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Mindestens 250 Plätze werden in den nächsten Monaten benötigt. Auf viele Schultern verteilt, sollten Oberpfälzer Städte und Gemeinden in der Lage sein, Asylsuchenden Unterkünfte mit einer ausreichenden Anbindung an Schulen, Ärzte und Behörden anzubieten. Geeignet sind vor allem Gebäude ohne Sanierungsbedarf, die mindestens Raum für 20 Personen bieten. Regierungspräsidentin Brigitta Brunner bedankt sich bei allen Landkreisen, Städten und Gemeinden, die Asylbewerber aufgenommen hatten oder noch haben. Gleichzeitig bittet sie die Kommunen sich solidarisch der weiteren Unterbringung nicht zu verschließen.

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