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Presseinfo

Nr. 282: 25.08.2011 
JoA- Betreuung und Beschulung von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz mit einem Sportprojekt

Das Jahresthema der Deutschen Sportjugend „Soziale Integration“ wird im Sportbezirk Oberpfalz mit einem neu konzipierten Bildungsprojekt umgesetzt, für das sich kompetente Projektpartner zusammengefunden haben.

Der Sportbezirk und die Sportjugend Oberpfalz, das vom Bundesinnenministerium geförderte Programm „Integration durch Sport“ im BLSV und die Regierung der Oberpfalz haben am Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller in Schwandorf gemeinsam das Modellprojekt ins Leben gerufen. Im Rahmen des Förderwettbewerbs „JETST!-Junges Engagement im Sport“ der dsj wurde das Oberpfälzer Gemeinschaftsprojekt als eines von acht Gewinnern ausgezeichnet und wird nun für knapp zwei Jahre finanziell gefördert und wissenschaftlich vom Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Sozialforschung (ISS) begleitet.

Mit Hilfe dieser Mittel wurde die Stelle eines Projektkoordinators geschaffen, der die Qualifizierungsmodule der Jugendlichen betreut sowie als Ansprechpartner aller beteiligter Vereine und Institutionen zur Verfügung steht. Erik Müller-Rochholz betreut bereits seit Anfang Februar 2010 die erste Gruppe von Jugendlichen und ist seit Anfang April in der BLSV-Bezirksgeschäftsstelle in Regensburg für alle Projektpartner erreichbar.

Das Modellprojekt möchte die Chancen und Perspektiven für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz über das Medium Sport verbessern. Zwischen Februar 2010 und Oktober 2011 läuft die Pilotphase, in der etwa 80 bis 100 Jugendliche aus Schwandorf und Umgebung für ein längerfristiges Engagement im Sport und in Sportvereinen motiviert und qualifiziert werden sollen. Dabei geht es zum einen um eine Verbesserung der Ausbildungschancen der Jugendlichen, zum anderen aber auch darum, den Sportvereinen neue Zielgruppen zu erschließen. Dies scheint besonders vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und eines allgemeinen Rückganges des freiwilligen Engagements zunehmend bedeutsam.

Inhaltlich umfasst das Projekt ein neunwöchiges Qualifizierungsmodul, in dem die Jugendlichen zuerst aktiv die Vielfalt des Sports erfahren, um anschließend in Form einer niederschwelligen Qualifizierungsmaßnahme zum Sportassistenten ausgebildet zu werden. Die Startphase umfasst erlebnispädagogische Maßnahmen, Kooperationsübungen, alternative Sportangebote (Zirkuskünste, Parkour etc.) und Exkursionen wie zum Kletterturm der Universität Regensburg. Die Qualifizierungsmaßnahme wird mit den Ausbildungsprogrammen der BSJ abgestimmt, so dass die Jugendlichen mit dem Abschluss des Projektes einen anerkannten Ausbildungsnachweis ihr Eigen nennen können. Nach Ablauf dieses Moduls wird versucht, die Jugendlichen in Form von speziellen Projekten und regelmäßigen Aktivitäten in ausgewählte Sportvereine der Region einzubinden.

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