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Presseinfo

Nr. 276: 19.08.2011 
lnterkulturelle Kommunikation und Integration

Regierung der Oberpfalz übernimmt Vorreiterrolle

Die allenthalben thematisierte Globalisierung macht auch vor der Schule nicht Halt: Die Notwendigkeit direkter Kommunikation und Kooperation zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen ist längst im Klassenzimmer und am Lehrplatz der Jugendlichen angekommen. Aufgrund von unterschiedlichen Wertevorstellungen und Bildungsbiographien ergibt sich so ein erhöhtes Konfliktpotential an Bayerns Schulen. Kulturelle Vielfalt bietet aber auch Chancen. Diese Chancen werden nach Meinung des Lehrgangsleiters, Regierungsschulrat Christian Alt, noch zu wenig wahrgenommen und noch viel zu wenig genutzt. Interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und die Würdigung kultureller Mannigfaltigkeit werden demnach in den veränderten Arbeits-, Lern-und auch Lebensbedingungen zu einem Muss für Lehrer, Ausbilder und Schüler.

Der Bereich "Schulen" der Regierung der Oberpfalz hat es sich im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zum Ziel gesetzt, schulartübergreifend – beginnend im beruflichen Schulwesen - ein Netzwerk von interkulturellen Beratern auf Bezirksebene einzurichten. Damit soll ein Entwicklungsprozess bezüglich "Interkultureller Kommunikation" und "Migration" angestoßen werden, der diese Herausforderung sowohl im Unterricht selbst als auch im Schulleben verankern und nachhaltig sichern soll. Dazu wurde von der Regierung der Oberpfalz ein nachhaltiges Gesamtkonzept entwickelt. In diesem Zusammenhang übernimmt der Regierungsbezirk Oberpfalz eine Vorreiterrolle für ganz Bayern.

Durch die finanzielle Unterstützung der Sparda-Bank Ostbayern und der Globus-Stiftung konnte jeweils eine Lehrkraft pro Berufs- und Wirtschaftsschule in einer viertägigen Ausbildung (im Schuljahr 2010/2011) als Multiplikator zum interkulturellen Trainer und Konfliktlösungsmanager ausgebildet werden. Für die Durchführung dieser Veranstaltung zeigte sich mit Prof. Dr. Klaus Dirscherl vom Institut für interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau und seinem Geschäftspartner Janto Öllrich ein erfahrenes und anerkanntes interkulturelles Trainertandem verantwortlich.

Abteilungsdirektor Richard Glombitza, Bereichsleiter Schulen bei der Regierung der Oberpfalz, äußert sich erfreut über das Engagement der ausgebildeten Lehrkräfte und die großzügige Unterstützung durch die Stiftungen der Sparda-Bank Ostbayern sowie der Firma Globus, die in den vergangenen Jahren mit ihrer finanziellen Unterstützung einige förderliche Projekte im Schulbereich ermöglicht haben.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Ostbayern, Georg Thurner, bemerkte, dass der "Rohstoff Bildung" in unserer Region jeden Tag wichtiger wird und Respekt und Wertschätzung dabei eine Schlüsselfunktion einnehmen. In diesem Zusammenhang gelte gerade der Bildungsarbeit der Lehrkräfte und deren Anstrengungsbereitschaft höchste Anerkennung und Wertschätzung – so Thurner.

Dr. Gernot Koch, Vorstand der Globus-Stiftung, erklärte, dass sich die Stiftung schwerpunktmäßig schwierigen gesellschaftlichen Problemen in Deutschland widmet: insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit. Die Veranstaltung der Regierung der Oberpfalz ist für die Stiftung besonders interessant, weil hier Lehrkräfte Kompetenzen erwerben konnten, die jeden Tag vor Ort an den Schulen benötigt werden und den Jugendlichen im Alltag zugute kommen.

Werner Nagler, Fachmitarbeiter an der Regierung der Oberpfalz für den Bereich "Jugendliche ohne Ausbildungsplatz" und Mitinitiator der Veranstaltung, bringt die Zielstellungen der Thematik auf den Punkt: "Wir hoffen im Sinne unserer Jugendlichen, dass unser Konzept bald auch auf andere Schularten übertragen werden kann bzw. in anderen Regierungsbezirken Nachahmer findet."

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