Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 271: 16.08.2011 
Elektrische Mobilität - Vollgas mit Elektromotoren

Schüler der Berufsschule Schwandorf nutzen Strom als Energiequelle für ihre Zweiräder.

Das Benzin wird immer teurer, die Erschließung der Ölfelder immer schwieriger und riskanter. Hinzu kommt das Problem mit der Umwelt: Nachdem der Sprit seine Arbeit im Motor getan hat, kommen die durch Verbrennung entstandenen Gase wieder aus dem Auspuff heraus und vergiften zunehmend unsere Atmosphäre.

Eine Alternative: das Elektroauto. Obwohl es noch nicht den Durchbruch hat, glaubt Werner Nagler, Leiter der JoA (Jugendliche ohne Ausbildung)-Sparte an der Berufsschule in Schwandorf, dass Elektromobilität die Zukunft der Fortbewegung sein wird: "Wir müssen uns unbedingt umstellen. Der Verbrennungsmotor ist ökologisch und ökonomisch nicht mehr vertretbar", sagt Nagler. Er ist sich sicher: "Mein nächstes Auto wird einen Elektromotor haben."

Um auch den Jugendlichen die Arbeit mit Elektromotoren näherzubringen, Hat er sich Elektromeister Reinhold Schebler ins Boot geholt. In den Werkstätten der Berufsschule schrauben und tüfteln nun 25 Jugendliche unter Anleitung von Schebler an verschiedenen Fahrzeugen. Seit dem Schuljahr 2009/2010 werden bei Zweirädern, unter anderem Trial-Motorrädern, die Verbrennungsmotoren ausgebaut und Elektromotoren eingebaut. Die Motorräder sind zwar nicht verkehrstauglich, sollen sich aber laut Nagler im Schulsport etablieren. Die Maschinen seien richtige Sportgeräte, die man im Vergleich zu Motorrädern mit Verbrennungsmotoren auch richtig steigen lassen könne, sagt Schebler.

Dem Schüler Daniel Schulze macht die Arbeit mit den Fahrzeugen Spaß: "Das ist viel besser als trockener Schulunterricht. Außerdem will ich mal gerne im Zweiradbereich arbeiten." Der 15-Jährige hat ein altes Mofa mitgebracht, bei dem er die Verbrennungs- durch Elektromotorik austauscht. Das alte Piaggio-Modell werde sogar straßentauglich sein, sagt Projektleiter Schebler. "Wenn man sagen kann, dass man sein Fahrzeug selbst gebaut hat, ist das schon fast eine Eintrittskarte in die Fahrzeuglehre."

Auch für Schebler ist Elektronik der "Sprit" der Zukunft. Zu lösende Probleme in der Elektromobilität täten sich noch an der Batterie auf: "Sie muss noch leichter, leistungsfähiger, günstiger und schneller ladbar werden." Der moderne Nachfolger der Bleibatterie ist der Lithium-Ionen-Akku. In den Trialmaschinen befinden sich solche Akkus mit einem Gewicht von sieben Kilogramm. Die Ladezeit entspricht einer halben Stunde, die Energielieferung ist etwa gleichzusetzen mit fünf Litern Benzin.

Ein ganz besonderes Projekt sei der Solar-Katamaran, erzählt Nagler. Die Schüler der Berufsschule bauen das moderne Wasserfahrzeug komplett selbst: Erst werden die beiden Rümpfe aus Holz gefertigt, anschließend der Elektromotor eingebaut und die Photovoltaik-Anlage befestigt. Im Sommer soll das Gefährt dann als Tourismusattraktion über den Steinberger See schippern: "Die Leute kommen, wenn die Sonne scheint, und dann läuft auch unser Solar-Katamaran", sagt Nagler.

Fotos

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Vertreter: Dr. Robert Feicht (Telefon: 0941 5680-1375)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]