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Presseinfo

Nr. 082: 25.03.2011 
Lärmaktionsplan für Deining

Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, europaweit ein gemeinsames Konzept zur Verminderung von Umgebungslärm festzulegen.

Mit der Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 25.06.2002 wurden die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die Lärmbelastung der Bevölkerung in Ballungsräumen, an Hauptverkehrswegen und im Bereich großer Flughäfen zu erfassen und bei problematischen Lärmsituationen Lärmaktionspläne gegen die Lärmbelastung aufzustellen.

Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie in deutsches Recht erfolgte mit Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes durch Einfügung der Paragraphen 47a bis 47f am 30.06.2005 und mit der Verordnung über die Lärmkartierung vom 16.03.2006 (34. BImSchV).

Die erstellten Lärmkarten für den Straßenverkehr können im Internet unter www.umgebungslaerm.bayern.de eingesehen werden.

Die Kartierung für die Eisenbahnstrecken erfolgte durch das zuständige Eisenbahnbundesamt und kann ebenfalls im Internet unter http://laermkartierung.eisenbahn-bundesamt.de eingesehen werden.

Die Karten zeigen auf, welche Lärmbelastung im Umfeld der Hauptverkehrsstraßen und Bahnstrecken zu erwarten ist. Abrufbar ist der über den ganzen Tag gemittelte Pegel "LDEN" (Lärmbelastung Day-Evening-Night) mit Zuschlägen für den Abend und die Nacht und der Pegel "LNight" (Lärmbelastung gemittelt über die Nacht von 22:00 bis 6:00 Uhr). Sie stellen flächenhaft die auftretenden Schallimmissionen farbig in sogenannten Isophonenbändern (Bänder gleicher Schallpegel) dar. Die Schallpegel werden berechnet und nicht durch Messungen ermittelt. Die in die Berechnung der Lärmkarten einfließenden Ausgangsdaten und die Ergebnisdaten stellen Mittelwerte dar, die flächenhafte Aussagen ermöglichen. Ausgangspunkt der Berechnungen ist ein dreidimensionales Geländemodell, welches alle lärmrelevanten Gegebenheiten beinhalten muss. Dazu gehören die Lage der Straßenabschnitte, die aktuelle Bebauung, der Geländeverlauf sowie eine Reihe schalltechnischer Parameter. Dadurch können unterschiedliche Geräuschsituationen verglichen werden.

Im Rahmen der Lärmminderungsplanung sollen für sogenannte Lärmbrennpunkte mit Hilfe von Lärmaktionsplänen notwendige Schallschutzmaßnahmen aufgezeigt werden, um die Belastung für die betroffenen Bürger zu verringern. Ein Lärmbrennpunkt liegt vor, wenn Lärmwerte von mehr als 70 dB(A) tags (24-Stunden Wert LDEN) und 60 dB(A) nachts (Nachtwert LNight) errechnet wurden. Mit Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2010 wurden die o.g. Auslösewerte für die Lärmsanierung von Bundesfernstraßen um jeweils 3 dB(A) abgesenkt.

Ein weiteres Kriterium für einen Lärmbrennpunkt ist, dass mehr als 50 Einwohner in einem Ortsbereich diesen Lärmbelastungen ausgesetzt sind. Für einzelne oder wenige Gebäude ist eine Lärmminderungsplanung derzeit noch nicht vorgesehen.

Bereiche der Gemeinde Deining im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. werden vom Bahnlärm erheblich belastet und stellen somit einen Lärmbrennpunkt dar. Die Regierung der Oberpfalz hat daher einen Entwurf eines Lärmaktionsplanes für die Gemeinde Deining erstellt. Um den betroffenen Anwohnern die Möglichkeit zu geben sich mit der Materie vertraut zu machen, wird der Aktionsplan unter: www.ropf.de/ (= Startseite: unter "Neue Beiträge") oder www.ropf.de/leistungen/umwelt/index.htm, Punkt Lärmminderungspläne im Internet bis zum 20.04.2011 zur Ansicht eingestellt. Bis 14 Tage nach Ende der Auslegung können dann Bürgerinnen und Bürger Vorschläge und Anregungen zum Lärmaktionsplan einreichen (per E-Mail, oder schriftlich).

Um auch den Anwohnern, die keinen Internetzugang besitzen, die Möglichkeit zu geben, die Lärmkarten einzusehen und Vorschläge zur Lärmminderung vorzubringen, wird der Entwurf des Lärmaktionsplanes im Rathaus bis zum 20.04.2011 während den Öffnungszeiten ausgelegt.

Öffnungszeiten Rathaus der Gemeinde Deining: (Vormittags: Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr). Nachmittags: Montag 12:30 bis 17:00 Uhr und Donnerstag von 12:30 bis 18:00 Uhr).

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Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
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Vertreter: Dr. Robert Feicht (Telefon: 0941 5680-1375)
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