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Presseinfo

Nr. 054: 11.02.2011 
Zwischenzeugnisse am 18. Februar – eine vorläufige Leistungsbilanz und wichtiger pädagogischer Fingerzeig

Am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Woche im Februar 2011 erhalten die Schülerinnen und Schüler an den Oberpfälzer Schulen ihre Zwischenzeugnisse für das Schuljahr 2010/11. An den Grundschulen stellen die Viertklässler bereits seit 2009 eine Ausnahme dar: Statt eines Zwischenzeugnisses wurde ihnen schon im Januar eine Zwischeninformation über die Leistungen in allen Fächern ausgehändigt. Im Mai erhalten dann alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 ein Übertrittszeugnis.

Die Zwischenbilanz über die im ersten Halbjahr erbrachten Leistungen ermöglicht einen objektiven Blick auf die Ergebnisse der zurückliegenden Arbeit, auf sich abzeichnende Stärken und Schwächen. Zwischenzeugnisse können so erfolgreiche Arbeit bestätigen und damit motivieren, den erreichten Stand zu halten oder gar zu steigern, vor allem aber auch auf Schwächen und sich anbahnende Fehlentwicklungen rechtzeitig aufmerksam machen. Spätestens jetzt ist für Eltern das Gespräch mit ihren Kindern und mit den zuständigen Lehrkräften dringend geboten, um notwendige Schritte für das zweite Halbjahr einleiten zu können.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, vorhandene Wissenslücken zu schließen, dabei auf fundierte individuelle Fördermöglichkeiten zurückzugreifen und so mögliche Defizite und Schwächen zu mindern oder gar auszugleichen.

In diesem Zusammenhang rät auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner den Eltern zu einer sachlichen Analyse der Leistungen des ersten Halbjahres und zu vertrauensvollen Gesprächen mit den Kindern. Sie stellt besonders heraus, dass das Positive dabei nicht als Selbstverständlichkeit gesehen, sondern auch entsprechend belobigt werden sollte.
Weniger angenehm verlaufende Entwicklungen bedürfen der gezielten Unterstützung durch die Eltern, die in den Klassenlehrkräften die ersten Ansprechpartner finden, um gemeinsame Wege zu finden, um den Kindern wieder Mut zu machen und ihnen den nötigen Antrieb zu geben, ihr Leistungsbild zu verbessern.

Regierungspräsidentin Brunner lenkt den Blick in diesem Zusammenhang auch auf die hohe Durchlässigkeit des Bayerischen Schulsystems, das jedem Schüler unterschiedlichste Bildungswege eröffnet, sodass Notenschnitte deshalb auch nicht zur seelischen Belastung für die Kinder werden sollten.
Hier wird besonders deutlich, wie wichtig es ist, schon während des gesamten Schuljahres die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften zu pflegen. Sie kennen die Kinder und deren Begabungsstrukturen sehr gut und können so in gemeinsamer Verantwortung Problemen rechtzeitig begegnen. Unangenehme Überraschungen und ängstigende Zeugnistermine müssten dann nicht sein.

Wichtig ist, dass Eltern schulische Minderleistungen Ihres Kindes nicht als persönliche Kränkung auffassen und sich zu unangemessenen Reaktionen hinreißen lassen.
Vorwürfe oder gar Strafandrohungen helfen nicht wirklich weiter. Schon im Vorfeld der Zeugnisse sollte mit den Kindern über die zu erwartenden Resultate gesprochen werden, um unangenehme Überraschungen und Fehlreaktionen zu vermeiden.

Jede positive Entwicklung und erfreuliche Leistung, auch wenn sie nur in einzelnen Fächern erkennbar ist, sollte von den Eltern gelobt und als guter Ansatz für die engagierte Weiterarbeit genutzt werden. Vergleiche mit Geschwistern oder Mitschülern, die bessere Zensuren haben, frustrieren und sind einer zukünftigen Gewinn bringenden Arbeit nicht dienlich.

Lehrkräfte sind zunächst die besten Ansprechpartner, wenn es um den pädagogisch angemessenen Umgang mit den Zensuren geht. Wertvolle Unterstützung bietet des Weiteren die Staatliche Schulberatungsstelle (Weinweg 2, 93049 Regensburg, Telefon 0941 22036, Fax 0941 22037, E-Mail sbopf@schulberatung-oberpfalz.de) mit Empfehlungen für individuelle Beratungen. Daneben geben Beratungslehrkräfte, deren Adressen über die Schulleitungen oder Schulämter zu erfahren sind, sowie die Schulpsychologen der jeweiligen Schulämter gerne Auskunft.

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