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Presseinfo

Nr. 021: 19.01.2011 
Unfallverhütung am Arbeitsplatz bleibt wichtig

Sechs tödliche Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr in der Oberpfalz

Im vergangenen Jahr 2010 musste sich das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung der Oberpfalz mit sechs tödlichen Arbeitsunfällen befassen. In den beiden Jahren davor wurden dem Amt jeweils lediglich vier Unfällen am Arbeitsplatz mit tödlichen Verletzungen gemeldet.

Während im bundesweiten Trend die Unfallzahlen rückläufig sind, hat sich die Zahl der tödlichen Unfälle in der Oberpfalz im abgelaufenen Jahr damit leider deutlich erhöht.

Dies bedeutet, dass die Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz für alle am Arbeitsschutz Beteiligten weiterhin ein wichtiges Thema sein muss. Es gilt, die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Beschäftigte vor arbeitsbedingten Gefahren geschützt und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden.

Die Untersuchungen der tödlichen Arbeitsunfälle zeigen, welche schwerwiegenden Folgen das Zusammenwirken verschiedener Faktoren wie Zeitdruck, Witterung und das Abweichen von Sicherheitsvorschriften haben können.

Das Verladen einer LKW-Zugmaschine auf einen Autotransporter wurde einem LKW-Fahrer zum Verhängnis. Er wollte die Zugmaschine rückwärts fahrend aufladen. Wegen Eisglätte rutschten Fahrzeug und Verladerampe seitlich weg. Beim Versuch die Vorderachse mit einem Wagenheber zu entlasten fiel dieser um, die Zugmaschine setzte sich in Bewegung und überfuhr den Arbeiter.

Ein weiterer LKW-Fahrer kam ums Leben, als er zwischen seinem Fahrzeug und einem Bürocontainer eingeklemmt wurde. Nach dem Anlassen und Lösen der Feststellbremse ist der Fahrer nochmals ausgestiegen, um die Fahrtstrecke zur Baustelle zu erfragen. Dabei löste sich die Federspeicherbremse, und das Fahrzeug setzte sich ohne Fahrer in Bewegung. Bevor der Fahrer das Führerhaus erreichte, um das Fahrzeug zu stoppen, wurde er eingeklemmt.

Nach Beendigung einer Autobahnbaustelle wurden die nicht mehr benötigten Fahrbahnteiler aus Beton auf LKWs verladen. Beim Absetzen eines Betonteiles auf die Ladefläche hat sich die Hebeeinrichtung vorzeitig geöffnet. Das daraufhin herab fallende Betonelement hat einen neben der Bordwand stehenden Helfer erschlagen.

Bei Entladearbeiten eines Lastkraftwagens mit einem Gabelstapler hat der Fahrer einen anderen LKW-Fahrer übersehen und mit dem Stapler überrollt, als dieser den Arbeitsbereich kreuzte.

Ein LKW-Mechaniker wollte einen beschädigten LKW-Reifen befüllen. Auf Grund einer Beschädigung des Reifens ist dieser mit hohem Druck zuplatzt. Die dadurch ausgelöste Druckwelle fügte dem Mechaniker tödliche innere Verletzungen zu.

Der starke Schneefall im Dezember erforderte in großem Umfang Baumfällarbeiten in einem Waldstück. Dabei wurde ein Arbeiter beim Betreten einer Straße trotz deren Absperrung von einem vorbeifahrenden PKW erfasst und tödlich verletzt.

Weitere Informationen zum Thema Arbeitsschutz erhalten sie im Internet unter

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