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Presseinfo

Nr. 327: 08.09.2010 
Berufsfachschulen des Gesundheitswesens

Schulversuch "Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt in Bayern"

Ab Beginn des Schuljahres 2010/11 wird in Bayern mit dem Schulversuch "Generalistische Pflegeausbildung mit beruflichem Schwerpunkt" ein neues Ausbildungskonzept zur Zusammenführung und Modernisierung der Pflegeberufe angeboten. In der Oberpfalz nehmen zunächst zwei Berufsfachschulen an diesem Schulversuch teil: die Berufsfachschule für Altenpflege der Döpfer-Schulen Schwandorf GmbH und die Berufsfachschule für Krankenpflege am St.-Barbara-Krankenhaus Schwandorf.

Die Auszubildenden im Schulversuch entscheiden sich für einen der drei beruflichen Pflegeschwerpunkte Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. In den Kliniken, Seniorenheimen und ambulanten Pflegediensten erfolgen 2500 Stunden praktische Ausbildung der Schülerinnen und Schüler im gewählten Schwerpunkt. Die allgemeinbildenden, fachtheoretischen und fachpraktischen Inhalte eines generalistisch ausgerichteten Pflegeverständnisses vermitteln die Lehrkräfte der Schulen. Von insgesamt 2100 Stunden der schulischen Ausbildung sind 1700 Stunden für den generalistischen Anteil der Pflegeausbildung und 400 Stunden für den beruflichen Schwerpunkt (Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege) zu erbringen.

Die besondere Herausforderung des Schulversuchs liegt darin, den zukünftigen Pflegefachkräften während der dreijährigen Ausbildung Professionalität zur Unterstützung von Menschen aller Altersgruppen in Gesundheit und Krankheit zu vermitteln. Schülerinnen und Schüler lernen, Gesundheit zu erhalten bzw. zu fördern, Gesundheit wiederherzustellen, Leiden zu lindern und eine bestmögliche Lebensqualität in allen Phasen des Lebens zu erreichen.

Damit dieser hohe Bildungsauftrag gelingt, ist eine enge Kooperation zwischen Schulen und Pflegeeinrichtungen zwingend erforderlich. Die Berufsfachschulen tauschen sich inhaltlich – ggfs. auch personell – aus und ergänzen sich in der Organisation der praktischen Ausbildung, indem sie z.B. die praktischen Einsätze gemeinsam durchführen oder sich gegenseitig Praxisstellen zur Verfügung stellen.

Nach bestandener schriftlicher, mündlicher und praktischer staatlicher Abschlussprüfung erhalten die Absolventinnen und Absolventen einen Berufsabschluss im gewählten Schwerpunkt mit einem zusätzlichen Zertifikat, das die generalistische Ausrichtung beschreibt und bestätigt.

Mit der generalistischen Ausrichtung der Pflegeausbildung an Bayerns Schulen kann der Anschluss an den europäischen und internationalen Standard für dreijährig ausgebildete Pflegekräfte erfolgen und der drohende Fachkräftemangel im Bereich der Pflegeberufe abgeschwächt werden.

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