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Presseinfo

Nr. 317: 30.08.2010 
Schulversuch “ Kooperationsmodell Haupt-/Mittelschule – Berufsschule; Einführung einer Berufsorientierungsklasse“

Im Regierungsbezirk der Oberpfalz werden nach dem Kooperationsmodell Haupt-/Mittelschule – Berufsschule an der Pestalozzi-Mittelschule Regensburg und an der Städtischen Berufsschule II Regensburg zum Schuljahr 2010/2011 erstmals Berufsorientierungsklassen für Schülerinnen und Schüler eingerichtet, die die Jahrgangsstufe 9 wiederholen bzw. als ausbildungslose Jugendliche ihre Berufsschulpflicht erfüllen.

An diesem Modellversuch sind beteiligt:

  • eine Berufsorientierungsklasse (B-Klasse) der Mittelschule Pestalozzi Regensburg
  • eine berufsvorbereitende Klasse (BVJ/k) der Berufsschule II Regensburg

In diesen Klassen können die Schülerinnen und Schüler mindestens einen Hauptschulabschluss erwerben und gleichzeitig eine besondere Vorbereitung auf eine Berufsausbildung erhalten. Die Partnerklassen der Mittelschule und der Berufsschule werden so organisiert, dass eine gemeinsame, kooperative Beschulung an der Berufsschule II in enger Verzahnung der in den Klassen eingesetzten Lehrkräfte möglich ist. Durch die Maßnahme soll Folgendes erreicht werden.

  • Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erwerben mindestens den erfolgreichen Hauptschulabschluss, nach Möglichkeit jedoch den qualifizierenden Hauptschulabschluss.
  • Die Teilnehmer werden in ihrer Berufsorientierung und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt.
  • Für die Teilnehmer soll der Übergang von der Hauptschule zur Berufsschule erleichtert werden.
  • Die Kooperation von Hauptschul- und Berufsschullehrkräften steigert die fachliche und die pädagogische Qualität des Unterrichts.
  • Für beide Partnerschulen führt die Kooperation zu Synergieeffekten.
  • Bei erfolgreichem Verlauf wird die Kooperation auch auf andere Hauptschulen in der Stadt Regensburg ausgedehnt und somit die Zahl der Kooperationsmodelle gesteigert.

Vorrangig bilden Entlassschüler der Mittelschule Pestalozzi Regensburg die Zielgruppe der B-Klasse. Infrage kommen dabei Schüler/innen mit erfüllter Schulpflicht, deren Übergang in die Berufswelt gefährdet erscheint und die auf Grund individueller Problemlagen sowohl persönlicher als auch schulischer Art den regulären Hauptschulabschluss und/oder den qualifizierenden Hauptschulabschluss nicht erreicht haben, keinen Ausbildungsplatz haben und deren Erziehungsberechtigte deshalb die freiwillige Wiederholung der neunten Jahrgangsstufe der Hauptschule beantragt haben.

Durch die in dieser Maßnahme notwendige individuelle Förderung sollte die Klassenstärke pro Klasse die Schüleranzahl von 18 nicht übersteigen.
Bei erhöhtem Anteil von Migranten sollte eine Klassenstärke von 15 Schülern angestrebt werden.

Falls die Mindestklassenstärke nicht bereits durch Schüler der Mittelschule Pestalozzi erreicht wird, werden Schüler anderer Hauptschulen/Mittelschulen der Stadt Regensburg in die B-Klasse aufgenommen. Interessenten am Kooperationsmodell, die keine Aufnahme in der B-Klasse mehr finden, wird der Besuch des kooperierenden BVJ/k empfohlen.

Das Staatliche Schulamt in der Stadt Regensburg und das Amt für Schulen der Stadt Regensburg beabsichtigen mit der Teilnahme am Schulversuch in enger Zusammenarbeit mit der Städt. Berufsschule II und mit den Kooperationspartnern für die Praktikumsbetreuung ein passgenaues Brückenangebot für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bzw. freiwillige Wiederholer zu etablieren.

In der Berufsorientierungsklasse soll von Anbeginn die Möglichkeit zum Erwerb des qualifizierenden Hauptschulabschlusses geboten werden.
Die kooperierenden Klassen erhalten an der BS II zwei Tage Unterricht durch Hauptschullehrer und einen Tag Unterricht durch Berufsschullehrer. Die beiden beteiligten Lehrergruppen arbeiten in enger Absprache zusammen. Der berufsorientierte Unterricht kann in den Berufsfeldern Holz-, Bau- und Farbtechnik, Gastronomie, Ernährung und Körperpflege erfolge An zwei Wochentagen durchlaufen die Schüler/innen ein Praktikum in Ausbildungsbetrieben.

Dabei kann der Praktikumsplatz unabhängig von der schulisch organisierten Fachrichtung gewählt werden. Die Zuweisung in eine Praktikumsstelle erfolgt aber nach dem jeweiligen individuellen Kompetenzfortschritt.
Dieses Praktikum organisiert und betreut ein beauftragter Kooperationspartner. Bei diesem Kooperationsmodell handelt es sich um eine vollschulische Maßnahme zur Ableistung der Berufsschulpflicht mit der Folge der Übernahme der Fahrtkosten, auch zu den Praxisanteilen, nach den Bestimmungen der Bayer. Schülerbeförderungsverordnung (SchBefV) durch den Schulaufwandsträger.

Die Dauer der Maßnahme beträgt ein Schuljahr.

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