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Presseinfo

Nr. 296: 16.08.2010 
Landesplanerische Beurteilung der geplanten MEGAL-Erdgasleitung Schwandorf – Deggendorf

Die Mittel-Europäischen-Gasleitungsgesellschaft (MEGAL), Essen, beabsichtigt, auf Grund¬lage einer aktuellen Marktbedarfsabfrage ihr überregionales Erdgastransportsystem durch eine kapazitätsstarke Transportleitung zwischen Schwandorf und Deggendorf auszubauen.

Die geplante Leitung mit einem Durchmesser von 100 cm und einem Betriebsdruck von 100 bar hat eine Gesamtlänge von ca. 95 km und berührt in der Oberpfalz die Städte Teublitz und Nittenau, die Gemeinden Reichenbach, Wald, Zell und die Marktgemeinde Falkenstein. Sie stellt eine Teilparallelisierung (Loopleitung) der bestehenden – von der deutsch-öster¬reichischen Grenze bei Oberkappel bis nach Schwandorf verlaufenden – MEGAL-Leitung dar und soll zu dieser weitgehend in Parallelführung gebaut werden. Als Zeitpunkt für die Inbetriebnahme der Loopleitung ist der 1. Oktober 2012 vorgesehen.

Zur Klärung der Raumverträglichkeit der geplanten Leitung wurde unter Federführung der Regierung der Oberpfalz in den vergangenen Monaten ein Raumordnungsverfahren für das Projekt nach Art. 21 Bayerisches Landesplanungsgesetz (BayLplG) durchgeführt, das nun mit einer landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen wurde. Die landesplanerische Beurteilung deckt auch den Leitungsverlauf in Niederbayern mit ab. Dieser wurde in einem eigenständigen Verfahrensteil durch die Regierung von Niederbayern geprüft, dessen Ergebnis in die vorliegende Beurteilung integriert ist.

Nach dem wesentlichen Ergebnis der landesplanerischen Beurteilung entspricht das Vorhaben in Ausführung der Vorzugstrasse sowie der kleinräumigen Varianten bei Loisnitz (St. Teublitz) und Kolmberg (Gde. Wald) den Erfordernissen der Raumordnung und Landesplanung.

Dies setzt allerdings die Erfüllung einer Reihe von Maßgaben voraus, die insbesondere auf die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der Land- und Forstwirtschaft sowie des Siedlungswesens abstellen. So ist für das nachfolgende Genehmigungsverfahren u. a. ein landschaftspflegerischer Begleitplan zu erstellen, in dem die mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe in den Naturhaushalt ermittelt und die eingriffsminimierenden Maßnahmen sowie eventuelle Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen darzustellen sind. Auch ist im Rahmen der Feintrassierung auf die Belange der Land- und Forstwirtschaft durch einen möglichst weiten Abstand zu den bebauten Hofstellen zu achten.

Grundlage für die landesplanerische Beurteilung bildeten die Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms Bayern und der Regionalpläne Oberpfalz-Nord, Regensburg und Donau-Wald sowie die Äußerungen der im Verfahren beteiligten betroffenen rd. 80 Gebietskörperschaften, Fachstellen und Interessenverbände.

Die landesplanerische Beurteilung beschränkt sich auf überörtlich raumbedeutsame Gesichtspunkte. Eine Klärung der Detailfragen findet im nachfolgenden Planfeststellungsverfah¬ren statt, welches ebenfalls unter Federführung der Regierung der Oberpfalz erfolgen wird.

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