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Presseinfo

Nr. 243: 30.06.2010 
Früchte aus dem Garten sicher genießen – einfache Maßnahmen schützen vor Fuchsbandwürmern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und die Regierung der Oberpfalz teilen mit, dass Anwohner von Grundstücken in Waldnähe Füchse immer wieder in ihren Gärten beobachten können. Dies gibt manchen Mitbürgern und Mitbürgerinnen Anlass zur Sorge, dass ihre Gartenfrüchte eventuelle mit den Eiern des Fuchsbandwurmes verunreinigt werden könnten.

Der Fuchs ist der Hauptwirt für den Fuchsbandwurm und scheidet die Wurmeier mit dem Kot aus. Eine Infektion des Menschen mit Fuchsbandwurmeiern ist zwar sehr selten, kann aber lebensgefährlich sein. Um ein mögliches Risiko zu minimieren, rät das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zu folgenden einfachen Maßnahmen:

Waldfrüchte wie Beeren, Kräuter, Pilze, Gemüse und Salat aus Freilandkulturen sowie Fallobst vor dem Verzehr immer gründlich waschen.

Temperaturen über 60°C, wie sie beim Kochen, Braten oder Backen entstehen, machen Fuchsbandwurmeier auf Gartenfrüchten sicher unschädlich.

Nach Feld-, Wald- und Gartenarbeit gründlich die Hände waschen.

Den Kot von Hunden und Katzen, die Mäuse jagen und fressen, regelmäßig untersuchen lassen und die Tiere bei Bedarf vom Tierarzt entwurmen lassen.

Desinfizieren oder Einlegen in Alkohol töten den Erreger nicht ab. Die Minusgrade in einer haushaltsüblichen Tiefkühltruhe reichen nicht aus, um den Erreger unschädlich zu machen. Ihn zerstört erst eine Temperatur von -80°C.

Nimmt der Mensch Eier des Kleinen Fuchsbandwurms auf, können diese sich zu Fuchsbandwurmlarven (Finnen) entwickeln. Die Finnen wachsen sehr langsam und zerstören befallene Organe, vornehmlich Leber, Lunge oder Gehirn. Die Übertragungswege sind allerdings noch nicht abschließend geklärt. Eine Aufnahme von Fuchsbandwurmeiern durch Nahrungsmittel, die mit erregerhaltigem Fuchskot verschmutzt wurden, kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Eine Übertragung von einem Haustier auf den Menschen konnte weltweit bisher in keinem Fall sicher nachgewiesen werden

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