Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 167: 07.05.2010 
EU-Bildungsprojekt "Interkulturelles Lernen durch Erleben"

Die Regierung der Oberpfalz organisierte für Lehrkräfte und Unternehmensvertreter eine einwöchige Fortbildungsveranstaltung in Südtirol

Unternehmen und ihre Mitarbeiter stehen ständigen Veränderungen in der Arbeitswelt gegenüber. Diese massiven Veränderungen machen auch vor der beruflichen Bildung nicht halt und stellen neue Anforderungen an die berufliche Aus- und Weiterbildung. Es ist daher ein Anliegen der Europäischen Union, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen allen Akteuren in der beruflichen Bildung über die nationalen Grenzen hinweg zu verstärken. Die Regierung der Oberpfalz hat in diesem Zusammenhang unter federführender Mitwirkung des Beruflichen Schulzentrums Schwandorf und mit finanzieller Unterstützung des Programms "Leonardo da Vinci" Mobilität - einer Maßnahme des Programms für lebenslanges Lernen der Nationalen Agentur Bildung für Europa - eine einwöchige Fortbildungsmaßnahme in Italien (Kurtinig/Südtirol) organisiert. An der Veranstaltung nahmen 24 Lehrkräfte und Unternehmensvertreter aus der Oberpfalz sowie weitere Teilnehmer aus Italien teil. "Es ist besonders erfreulich, dass bei dieser ursprünglich ausschließlich auf die berufliche Bildung abgestellten Projektwoche erstmals auch Hauptschullehrkräfte, die sich im Übergangsmanagement zwischen der Hauptschule und den beruflichen Schulen engagieren, teilgenommen haben. Dies ist ein weiteres Beispiel einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen der Haupt- und der Berufsschule", so Richard Glombitza, Bereichsleiter der Schulabteilung an der Regierung der Oberpfalz. Laut den beiden Projektkoordinatoren Christian Alt und Werner Nagler war es Ziel des Projektes, Vernetzungsstrukturen aufzubauen und den Dialog zwischen den Nationalitäten, sowohl auf Bildungs- als auch auf Unternehmensseite, zu fördern. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Unternehmen und Schule sollten dabei die Vorteile von Teamarbeit durch erlebnispädagogische Aktivitäten vertieft sowie das Bewusstsein für andere Kulturen gefördert werden.

An den beiden ersten Tagen erprobten Mitarbeiter des Programms "Integration durch Sport" zusammen mit den Beteiligten ausgewählte Methoden der Erlebnispädagogik, die den Teamgeist stärken und die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer/innen erweitern sollten. Höhepunkt war dabei sicherlich die gemeinsame Begehung eines Klettersteigs, bei dem einige Teilnehmer/innen ihre persönlichen Grenzen erfahren konnten. Aber auch die Übung "Alleine im Wald" förderte die soziale Kompetenz der Beteiligten. Kleingruppen von maximal fünf Personen wurden in den Bergen ausgesetzt und mussten innerhalb einer Zeitspanne von vier Stunden mit Hilfe von GPS-Geräten verschiedene Aufgaben lösen und zurück zu einem bestimmten Treffpunkt finden. Die Teilnehmer/innen erlebten daher im wahrsten Sinne des Wortes, wie eine Gruppe Erwachsener mit unterschiedlichsten beruflichen Stellungen und Gedankenwelten in sehr kurzer Zeit sehr eng anhand von sportlichen Herausforderungen zusammenwachsen kann. Es folgte ein zweitägiger "Playshop" unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Dirscherl vom Institut für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau, während dessen die Teilnehmer/ innen dafür sensibilisiert wurden, sich auf Fremdes einzulassen und ihre interkulturellen Kompetenzen zu erweitern. In unterschiedlichen Gruppenarbeiten wurden u.a. Theorien und Techniken im Umgang mit dem gegenseitigen Kennen Lernen von neuen Menschen, dem Verlassen der eigenen Komfortzone im Ausland, Vorurteilen gegenüber Fremden oder der Schaffung des sogenannten "dritten Raumes" vermittelt.

Abgerundet wurde die interessante Woche durch einen Besuch an der Landesberufsschule für das Gastronomiegewerbe "Savoy" in Meran. Hier erhielten die Teilnehmer/innen durch die Schulleiterin einen Vortrag über das Schulsystem in Italien und Südtirol sowie eine Führung durch die äußerst interessante Schule, die in einem ehemaligen Jugendstil-Hotel untergebracht ist.

Abschließend wurde für jede/n Teilnehmer/in ein Europass-Mobilitätsnachweis ausgestellt, in dem die Teilnahme an der Projektwoche sowie der Erwerb von sozialen und interkulturellen Kompetenzen dokumentiert wurden. Drei Teilnehmer/innen werden ihren Europass-Mobilitätsnachweis am 10. Juni 2010 in Bamberg im Rahmen einer Feierstunde sogar persönlich von MdEP Monika Hohlmeier sowie dem stellvertretenden Direktor des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung, Herrn OStD Arnulf Zöller, überreicht bekommen.

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]