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Presseinfo

Nr. 162: 06.05.2010 
"JoAS – bewegt in die Zukunft"

Offizieller Startschuss des Modellvorhabens

Das Jahresthema der Deutschen Sportjugend(dsj) "Soziale Integration" wird in der Oberpfalz mit einem neu konzipierten Bildungsprojekt umgesetzt, für das sich kompetente Projektpartner zusammengefunden haben. Der Sportbezirk Oberpfalz des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV), das vom Bundesinnenministerium geförderte Programm "Integration durch Sport" im BLSV, die Regierung der Oberpfalz sowie die Bayerische Sportjugend im Bezirk (BSJ) haben am Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller in Schwandorf gemeinsam das Modellprojekt "JoAS – bewegt in die Zukunft" ins Leben gerufen. "JoAS" bedeutet "Jugendliche ohne Ausbildung". Im Rahmen des Förderwettbewerbs "JETST! – Junges Engagement im Sport" der dsj wurde das Oberpfälzer Gemeinschaftsprojekt als eines von acht Gewinnern ausgezeichnet und wird nun für knapp zwei Jahre finanziell gefördert und wissenschaftlich vom Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Sozialforschung (ISS) begleitet. Mit Hilfe dieser Mittel wurde die Stelle eines Projektkoordinators geschaffen, der die Qualifizierungsmodule der Jugendlichen betreut sowie als Ansprechpartner aller beteiligten Vereine und Institutionen zur Verfügung steht. Erik Müller-Rochholz betreut bereits seit Anfang Februar die erste Gruppe von Jugendlichen und ist seit Anfang April in der Bezirksgeschäftsstelle des BLSV in Regensburg für alle Projektpartner erreichbar.

Nach Aussage von Abteilungsdirektor Richard Glombitza (Leiter des Bereichs Schulen an der Regierung der Oberpfalz) möchte das Modellprojekt die Chancen und Perspektiven für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz über das Medium Sport verbessern. Zwischen Februar 2010 und Oktober 2011 läuft die Pilotphase, in der ca. 80 - 100 Jugendliche aus Schwandorf und Umgebung für ein längerfristiges Engagement im Sport und in Sportvereinen motiviert und qualifiziert werden sollen.

Dabei geht es nach Aussage von Herrn Glombitza zum einen um eine Verbesserung der Ausbildungschancen der Jugendlichen, zum anderen aber auch darum, den Sportvereinen neue Zielgruppen zu erschließen. Dies erscheint besonders vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und eines allgemeinen Rückgangs des freiwilligen Engagements zunehmend bedeutsam.

Inhaltlich umfasst das Projekt ein 9wöchiges Qualifizierungsmodul, in dem die Jugendlichen zuerst aktiv die Vielfalt des Sports erfahren, um anschließend in Form einer niedrigschwelligen Qualifizierungs-Maßnahme zum Sportassistenten ausgebildet zu werden. Die Startphase umfasst erlebnispädagogische Maßnahmen, Kooperationsübungen, alternative Sportangebote (Zirkuskünste, Parkour etc.) und Exkursionen z.B. zum Klettern am Kletterturm der Universität Regensburg. Die Qualifizierungsmaßnahme wird mit den Ausbildungsprogrammen der BSJ abgestimmt, so dass die Jugendlichen mit dem Abschluss des Projektes einen anerkannten Ausbildungsnachweis ihr eigen nennen können. Nach Ablauf dieses Moduls wird versucht, die Jugendlichen in Form von speziellen Projekten und regelmäßigen Aktivitäten in ausgewählte Sportvereine der Region einzubinden. Wir freuen uns, mit Vereinen, die an einer solchen Zusammenarbeit interessiert sind oder schon Konzepte zur Jugendförderung durchführen, in Kontakt zu treten. Falls Ihr Verein Interesse an einer Zusammenarbeit hat, kontaktieren Sie einfach direkt den Projektkoordinator Erik Müller-Rochholz.

Daten und Fakten im Überblick:

"JoAS – bewegt in die Zukunft"
gefördert durch das dsj - Förderwettbewerb JETST (Junges Engagement im Sport)

Projektträger:

  • Bayerischer Landessportverband e.V. (BLSV) – Bezirk Oberpfalz
  • Programm "Integration durch Sport" im BLSV
  • Regierung der Oberpfalz
  • Berufliches Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf
  • Bayerische Sportjugend (BSJ) im Bezirk Oberpfalz

Ziele:
Durch das Projekt sollen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz qualifiziert und in die Sportvereinsarbeit eingebunden werden. Damit wird erreicht, dass Jugendliche neben den Inhalten der Qualifizierung wichtige Schlüsselqualifikationen wie Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, Verantwortungsübernahme, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Zuverlässigkeit etc. lernen. Der Weg zu einer positiven Selbstverwirklichung beginnt mit der Übernahme von Verantwortung und des daraus hervorgehenden höheren Selbstwertgefühls.

Nicht zuletzt sollen die Jugendlichen sukzessive an ein bürgerschaftliches Engagement im Sportverein herangeführt werden, durch die Einbindung im Sportverein auch die soziale Verankerung vor Ort gestärkt werden und die ungünstigeren Zugangschancen und Bildungsperspektiven zur gesellschaftlichen Partizipation abgebaut werden.

Zielgruppe:
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller in Schwandorf. Dabei handelt es sich zu einem großen Teil um Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Inhalte:
Das Projekt hat sowohl die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz als auch die Sportvereine im Blick. Auf der Seite der Jugendlichen bedarf es der Qualifizierung und Unterstützung zur Einbindung in ehrenamtliche Tätigkeiten, auf der Seite des Sportvereins bedarf es zielgerichteter Ansprache und Beratung, damit die Integration und Bindung der Jugendlichen gelingt.

Potentiale:
Das vorgestellte Projekt beinhaltet unserer Ansicht nach die folgenden Potentiale:

  • Jugendliche mit vermindertem Zugang zum Sport für ein Engagement im Sportverein zu motivieren und qualifizieren.
  • Vereine für neue Jugendprogramme zu begeistern.
  • Das wichtige Problem der Gewinnung von Ehrenamtlichen aktiv anzugehen.
  • Die sozialen und integrativen Möglichkeiten der Sportvereine sichtbar zu machen.

Dauer:
Pilotphase von Februar 2010 bis Oktober 2011. Eine nachfolgende Weiterführung ist angedacht.

Projektkoordination / Ansprechpartner:
Erik Müller-Rochholz (M.A. Sportpädagogik, Psychologie, Soziologie)
E-Mail: (ab 03.05.2010)
Telefon: 0941-297260
(Bürozeiten: Mo / Di 8.00 – 17.00 Uhr)

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